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Kürzungen bei der Berufsausbildung? Ein Fehler mit Folgen

Übernommen von DGB Pressemitteilungen:

Laut DIHK-Umfrage reduziert fast jedes dritte Unternehmen das Ausbildungsangebot. Dazu ein Statement von Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende:

„Wir können nur davor warnen, jetzt bei der Berufsausbildung zu sparen. Denn damit ist künftiger Fachkräftemangel einmal mehr vorprogrammiert. Nicht mangelndes Interesse der Jugendlichen ist das Problem, sondern ein seit Jahren zu geringes Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen.

Schon heute haben über 2,7 Millionen junge Menschen im Alter zwischen 20 und 34 Jahren in Deutschland keine abgeschlossene Berufsausbildung. Das ist nicht nur beschämend, das kann sich unsere Gesellschaft auch nicht länger leisten. 

Zudem wurden 2025 laut Berufsbildungsbericht 729.000 ausbildungsinteressierte Jugendliche von der Bundesagentur für Arbeit erfasst, demgegenüber standen lediglich 475.950 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge. Es gibt also deutlich Luft nach oben: Die Betriebe müssen endlich ihre Bestenauslese beenden und allen Jugendlichen eine echte Chance geben – unabhängig von Schulnoten oder Herkunft. Fachkräfte fallen nicht vom Himmel, sie müssen ausgebildet werden.

Die 2024 eingeführte Ausbildungsgarantie sollte daher ausgeweitet und um eine Umlagefinanzierung ergänzt werden, wie sie bereits im Land Bremen eingeführt und kürzlich vom Land Berlin beschlossen wurde. Die Ausbildungskosten müssen solidarisch unter allen Betrieben verteilt werden. Das ist fair, schafft Anreize und stärkt die betriebliche Ausbildung.“
 

Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund

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