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[Madrid] Auch im Kampf lernt man dazu

PCPE

Übernommen von der Kommunistischen Partei der Völker Spaniens (PCPE):

Ab dem 14. Oktober treten die Lehrkräfte der Sekundar- und Grundschulen der Autonomen Gemeinschaft Madrid in einen unbefristeten Streik. Gestützt auf die Einheit der klassenorientierten Gewerkschaftsorganisationen stürzt sich das Lehrpersonal in einen entscheidenden Kampf, im Bewusstsein der prekären Zukunft, die droht, wenn man jetzt nicht Widerstand leistet und grundlegende Forderungen sowie rote Linien sicherstellt, die nicht überschritten werden dürfen.

Die Senkung der Schülerzahlen pro Klasse, um den Lernprozess jedes einzelnen Schülers und jeder einzelnen Schülerin individuell begleiten zu können. Die Reduzierung der Unterrichtsstunden, um den Unterricht besser vorbereiten und planen zu können, wodurch ausreichend Zeit für die Vermittlung der Lehrinhalte und die Korrektur von Aufgaben gewährleistet wird. Mehr psychopädagogische Fachkräfte, die auf die Vielfalt und die Lernbedürfnisse jedes einzelnen Schülers und jeder einzelnen Schülerin eingehen können, um so eine inklusivere Bildung zu ermöglichen, die niemanden zurücklässt. Die Verbesserung der Bildungseinrichtungen, deren Gebäude veraltet, unzureichend instand gehalten und schlecht klimatisiert sind und die letztendlich ein prekäres Bildungsumfeld schaffen. Die Reduzierung des Verwaltungsaufwands, der die Lehrkräfte dazu zwingt, mehr Zeit mit administrativen und bürokratischen Aufgaben zu verbringen als mit der eigentlichen Lehrtätigkeit. Es handelt sich um grundlegende Probleme, die sich seit Jahren angehäuft haben, weil die Regierung der Autonomen Gemeinschaft Madrid ausschließlich die private Bildung begünstigt.

Neben diesen Forderungen nach einer Verbesserung des öffentlichen Dienstes, der für die Zukunft jeder Gesellschaft von entscheidender Bedeutung ist, muss ein grundlegendes Problem angesprochen werden. Die Lehrerinnen und Lehrer der Autonomen Gemeinschaft Madrid gehören zu den am schlechtesten bezahlten im gesamten spanischen Staat. In einer Region, in der zudem die Lebenshaltungskosten höher sind, bringt dies viele Lehrkräfte in eine prekäre Lage, die sich natürlich auch auf ihre tägliche Arbeit auswirkt. Der Kampf um die Gehälter ist einer der wichtigsten Kämpfe der Arbeiterklasse, und es ist nur logisch, dass die Lehrkräfte in Madrid eine Angleichung der Gehälter an die anderer Regionen fordern.

Glücklicherweise sind, wie schon immer im Laufe der Geschichte, kollektive Organisation und Kampf entscheidend, um voranzukommen. In vielen Grund- und weiterführenden Schulen wurden Versammlungen organisiert, um zu informieren und Transparente vorzubereiten, Slogans festzulegen, Streikposten zu organisieren oder Streikkassen einzurichten. All dies geschieht in der Überzeugung, nicht bloß passive Zuschauer der möglicherweise stattfindenden Verhandlungen zu sein und darauf zu warten, dass sich die Dinge von selbst regeln. Seitens der Lehrkräfte besteht ein direktes Engagement dafür, den unbefristeten Charakter dieses Kampfes aufrechtzuerhalten. Man kann laut und deutlich sagen: Die Lehrkräfte kämpfen.

Die PCPE und die JCPE solidarisieren sich mit dem unbefristeten Streik der Lehrkräfte. Der Kapitalismus muss in seiner derzeitigen Endphase alles verschlingen, um seine immer weiter schrumpfenden Gewinne aufrechtzuerhalten. Der Abbau öffentlicher Dienstleistungen hat eine doppelte Funktion: Er soll unter dem Motto „Wer Dienstleistungen will, soll dafür bezahlen“ mehr Geschäft sichern und die Kluft der Privilegien, die die bürgerliche Klasse von der Arbeiterklasse trennt, in einen unüberwindbaren Abgrund verwandeln. Ohne öffentliche Dienstleistungen ist die Arbeiterklasse dazu verdammt, in Barbarei zu leben. Deshalb ist die Unterstützung dieses Kampfes für die öffentliche Bildung in Madrid von entscheidender Bedeutung. Wir dürfen nicht vergessen, dass eine öffentliche und qualitativ hochwertige Bildung eine wesentliche Errungenschaft der Arbeiterbewegung im 20. Jahrhundert war, die ohne die kommunistischen Organisationen nicht erreicht worden wäre. Aber auch, weil heute die Organisation an jedem Arbeitsplatz – wie sie die Lehrkräfte vorangetrieben haben, um den Kampf von der Basis aus wieder aufzunehmen – das grundlegende Instrument ist, um in jedem Stadtteil und an jedem Arbeitsplatz der gegenwärtigen Barbarei entgegenzutreten.

Regionalkomitee Madrid der PCPE

14. Oktober 2026

Quelle: Kommunistische Partei der Völker Spaniens (PCPE)

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