Übernommen von Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek:
Am heutigen Mittwoch tritt in Düdelingen die Quadripartite zusammen, der Vertreter der Regierung, der Patronatsvereinigungen, der Gewerkschaften und der Dienstleister im Gesundheitsbereich angehören und die sich mit der Kranken- und Mutterschaftsversicherung befasst.
Angesichts des für 2026 prognostizierten Defizits von mehr als 100 Millionen Euro hatte die Ministerin für Gesundheitswesen und Sozialversicherungen Martine Deprez (CSV) angekündigt, bezahlt werde nur noch, was »nützlich und notwendig«(?) sei.
Gespannt darf man daher sein, auf welche Sparmaßnahmen sich geeinigt wurde, um das Defizit der Krankenkasse aus der Welt zu schaffen.
Im Mai dieses Jahres hatte die Ministerin von neuen Richtlinien gegen die »Medikamentenverschwendung« und den »Mißbrauch bei der Verschreibung von Krankenscheinen« gesprochen, eine Optimierung von Abläufen in den Krankenhäusern in den Raum gestellt und eine Erhöhung der Sozialbeiträge ab 2027 nicht länger ausgeschlossen.
Erfahren dürften wir nach der Quadripartite von heute Mittwoch vielleicht auch, ob es Neues zu vermelden gibt, was das zerrüttete Verhältnis zwischen der Regierung und der Krankenkasse auf der einen Seite und der Ärztevereinigung AMMD auf der anderen Seite angeht.
Nicht davon auszugehen ist, dass die Regierung, das Patronat und die Dienstleister aus dem Gesundheitsbereich die derzeitige Obergrenze bei beitragspflichtigen Einkommen aufheben wollen, obwohl diese Maßnahme, die im Sinne der sozialen Gerechtigkeit ist, für schwarze Zahlen im Haushalt der Krankenkasse sorgen würde.
Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek

