| Argentiniens Präsidentin begleitet Zelaya nach Honduras - Putschisten drohen mit Verhaftung |
| Honduras |
| Dienstag, den 30. Juni 2009 um 21:29 Uhr |
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Letzte Meldung: Auch Ecuadors Präsident Rafael Correa wird Zelaya nach Honduras begleiten Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hat heute angekündigt, die Einladung des am vergangenen Sonntag gestürzten honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya anzunehmen und ihn am Donnerstag bei seiner Rückkehr nach Honduras zu begleiten. Mit von der Partie wird auch der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), José Miguel Insulza, sein. Der Präsident der UNO-Generalversammlung, Miguel d'Escoto, kündigte ebenfalls an, Zelaya am Donnerstag nach Honduras zu begleiten. Ob weitere Staatschefs aus Lateinamerika Zelaya begleiten werden, wurde noch nicht mitgeteilt. Die Putschisten drohen derweil mit einer Verhaftung Zelayas. Am vergangenen Sonntag hatte Putschisten-»Präsident« Micheletti noch erklärt, Zelaya werde »mit offenen Armen« empfangen, falls er nach Honduras zurückkehre. Damals hatten die Putschisten offenbar noch die internationale Unterstützung für die Demokratie in dem mittelamerikanischen Land ebenso unterschätzt wie die Entschlossenheit Zelayas, sich nicht mit dem Exil abzufinden. Jetzt verweist Micheletti, der auf Graffities in Tegucigalpa nur noch »Pinocheletti« genannt wird, auf einen in Honduras gegen Zelaya bestehenden Haftbefehl. Unterdessen haben die Putschisten eine Hexenjagd auf Minister der Regierung Zelaya und der Demokratie verbundene Bürgermeister eröffnet. Amable de Jesús Hernández, Bürgermeister im westhonduranischen Sánta Bárbara, erklärte, er und andere Politiker würden von der Armee verfolgt, ihr einzigher Schutz sei die Bevölkerung, die den Putschisten trotz blutiger Repression noch immer Widerstand leistet. Hernández kritisierte weiter das Schweigen der Kirchenspitze in Honduras, die dadurch zu einer Komplizin der Putschisten geworden sei. Die UNO-Generalversammlung hat heute per Akklamation eine Resolution zur Verurteilung des Staatsstreichs in Honduras verabschiedet, in der die sofortige und bedingungslose Wiedereinsetzung der verfassungsmäßigen Regierung und des Präsidenten Manuel Zelaya gefordert wird. Die Resolution war von der honduranischen UNO-Vertretung in der Versammlung eingebracht worden und fordert von den Vereinten Nationen weiter, keine andere Regierung als die des verfassungsmäßigen Präsidenten anzuerkennen. Als Mitunterzeichner wurde die Resolution gemeinsam von Antigua und Barbuda, Belize, Bolivien, Cuba, Dominica, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Nicaragua, Dominikanische Republik, San Vicente und die Grenadinen, Brasilien, Venezuela, Costa Rica, Peru, Méxiko, Chile, Uruguay, Argentinien, Paraguay und Syrien mitgetragen. Wenig später trugen sich außerdem die USA, Kanada, Kolumbien, Cabo Verde, Barbados, Guyana sowie Bosnien und Herzegowina als Unterstützer ein. Spaniens Außenminister Miguel Angel Moratinos hat alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aufgefordert, ihre Botschafter bis zur Wiederherstellung demokratischer Verhältnisse aus Honduras abzuziehen. Moratinos erklärte, er habe mit der tschechischen EU-Präsidentschaft Kontakt aufgenommen, damit der Rat die Entscheidung treffe, die Botschafter abzuziehen. Neuere Artikel:
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