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18 Stunden für Honduras - Botschafter stellt sich Demonstranten
Honduras
Freitag, den 21. August 2009 um 02:24 Uhr
Zahlreiche Menschen demonstrieren derzeit vor dem Gebäude der honduranischen Botschaft in Berlin gegen den Staatsstreich vom 28. Juni und für eine Wiedereinsetzung des rechtmäßigen Präsidenten Manuel Zelaya in sein Amt. Die am Donnerstag um 16 Uhr begonnene Kundgebung und Mahnwache soll bis zum Freitagmorgen um 10 Uhr fortgesetzt werden, so dass die TeilnehmerInnen dann 18 Stunden lang demonstriert haben.

Zu der Aktion haben die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) und das Berliner Aktionsbündnis für Venezuela aufgerufen. Neben Mitgliedern dieser Organisationen beteiligen sich aber auch z.B. in Berlin lebende Menschen aus Lateinamerika daran.

Die stellvertretende Landesvorsitzende der DKP Berlin, Wera Richter, kritisierte am Rande der Kundgebung die Unterstützung der Putschisten in Honduras durch die deutsche FDP und ihre Friedrich-Naumann-Stiftung. Vertreter dieser Partei, die darauf hofft, nach der Bundestagswahl das Außenministerium zu übernehmen, bestreiten, dass in Honduras ein Putsch stattgefunden habe und weisen dem gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya die Schuld für die gegenwärtige Krise zu. »Es ist schlimm, dass eine Partei, die früher zumindest streckenweise für die Verteidigung der Bürgerrechte eingetreten ist, heute einen Putsch gegen einen liberalen Präsidenten unterstützt. Wir dürfen nicht zulassen, dass solche Leute nach der Wahl die deutsche Außenpolitik bestimmen«, warnte Richter, die für ihre Partei in Berlin zur Bundestagswahl kandidiert.

Die DemonstrantInnen sammeln noch die ganze Nacht über Unterschriften unter einer Resolution, die um 10 Uhr offiziell der Botschaft übergeben werden soll.

Wenige Stunden nach Beginn der Aktion kam auch der honduranische Botschafter in Berlin, S.E. Roberto Augusto Martínez Castañeda, zu den Demonstranten heraus und dankte ihnen für ihr Engagement. Der Diplomat erklärte, er stehe treu zur verfassungsmäßigen Regierung seines Landes und zum Präsidenten Zelaya. In diesem Zusammenhang sagte der Botschafter auch seine Teilnahme an einer Diskussionsveranstaltung am 29. August im Rahmen des Sommerfestes der DKP Berlin auf dem Rosa-Luxemburg-Platz zu.

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