Ein Jahr nach Hanau

Am Freitag jährt sich der rassistische Anschlag von Hanau. Am 19. Februar ermordete ein Nazi zehn Menschen. Einen Tag nach dem Anschlag sagte Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP: „Ich empfinde Trauer und Wut. Trauer um die Opfer, Trauer mit ihren Angehörigen und Freunden. Ich empfinde aber auch Wut und ich gebe zu, dass sich diese Wut nicht nur gegen den Täter richtet.

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Ein Jahr nach Hanau

Statement aus der Klimagerechtigkeitsbewegung zum Jahrestag des Anschlags von Hanau „Es sind diese fließenden Formen rechten Terrors, die in den Handlungen Einzelner ihre mörderische Zuspitzung und Folge finden und damit niemals Einzeltaten sind. Schluss damit! Damit wir keine Angst mehr haben müssen, muss es politische Konsequenzen geben.“ Initiative 19. Februar Hanau

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Gedenken auf Abwegen

Als der 27. Januar im Jahre 2005 von der UNO zum »Internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust« deklariert wurde, konnte man bereits ahnen, daß hier eine neue Grundlage für eine Revision der Geschichte gelegt wurde. Die ursprünglich gute Absicht, den 60. Jahrestag der Befreiung des faschistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee der Sowjetunion für diesen Gedenktag auszuwählen, hat in der heutigen Berichterstattung über die unterschiedlichen Gedenkveranstaltungen kaum noch eine Bedeutung. Vor allem in Deutschland erinnert man sich in offiziellen Kreisen nicht gern an diese Leistung der…

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Mordprozess gegen Stephan Ernst: Ein Urteil, das nicht zufriedenstellen kann

Am 28. Januar 2021 wurde der nordhessische Neofaschist Stephan Ernst wegen des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke im Juni 2019 vom OLG Frankfurter zu lebenslanger Haft verurteilt. Jedoch können dieser Prozess und das Urteil nicht zufriedenstellen. Dafür gibt es mehrere Gründe: In diesem Verfahren wurden die politischen Hintergründe, die mit dem Mord verbunden neofaschistischen Netzwerke in Nordhessen und darüber hinaus sowie die Eingebundenheit des Täters in AfD bis „Sturm 18“ systematisch ausgeblendet.

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Erklärung der Lagergemeinschaft Auschwitz zum Holocaust-Gedenktag 2021

„Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen. Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben. Es kann wieder geschehen, überall.“ Diese Worte des italienischen Schriftstellers und Auschwitz-Überlebenden Primo Levi aus seinem 1986 veröffentlichten letzten Buch „Die Untergegangenen und die Geretteten“ beschreiben mit aller Klarheit seit vielen Jahren die Aufgabe, die sich seit dem Jahrtausendverbrechen des Holocaust stellt. Diese Aufgabe stellt sich nach Auffassung der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e.V. (LGA) nicht nur immer wieder neu, sondern in den letzten Jahren mit größerer Dringlichkeit.

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