Überraschung in Peru

In Peru hat ein Außenseiter die erste Runde der Präsidentschaftswahlen gewonnen. Der Kandidat der Partei Perú Libre (Freies Peru), die sich als marxistisch-leninistisch definiert, erreichte mit gut 19 Prozent der Stimmen den ersten Platz in einem mit 18 Bewerberinnen und Bewerbern zersplitterten Kandidatenfeld. Er wird sich am 6. Juni einer Stichwahl mit dem oder der Zeitplatzierten stellen müssen.

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Korruption, der gemeinsame Nenner des Neoliberalismus

Mehrere Tage lang erlebte Peru Wellen von Protesten aufgrund der politischen Instabilität und der Forderung nach einer neuen Verfassung. Auslöser war die Vakanz von Martin Vizcarra, aber der Hintergrund ist breiter. Ein Land mit einem neoliberalen Wirtschaftssystem, das die Ungleichheiten und eine Vielzahl sozialer Probleme verschärft, angeführt vom größten Übel: der Korruption.

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Rücktritt nach fünf Tagen

Die politische Krise in Peru hat am Sonntag eine erneute Zuspitzung erfahren. Nach nur fünf Tagen im Amt erklärte der neue Staatschef Manuel Merino seinen Rücktritt. Merino, bis dahin Parlamentspräsident, war am vergangenen Montag auf Martín Vizcarra gefolgt, der vom Kongress nach Korruptionsvorwürfen abgesetzt worden war. 105 von insgesamt 130 Parlamentsabgeordneten hatten für den Sturz des Präsidenten wegen „dauerhafter moralischer Unfähigkeit“ gestimmt.

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Kubanische Ärzte: Taten, nicht Worte

Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen. In allen Ländern, in denen kubanische Ärzte aufgrund von zwischenstaatlichen Abkommen sich befinden oder möglicherweise hinkommen, kann man in den sozialen Netzen denselben Chor konservativer und intoleranter Stimmen hören und die von anonymen “Trollen” , die sich wutenbrannt dagegen aussprechen. Genau das geschieht jetzt in Peru, seit offiziell bekannt wurde, dass ein Vertrag unterzeichnet wurde, um diese Mitarbeiter zu empfangen.

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Parlamentarischer Putsch in Peru

Machtkampf in Peru: Nachdem der peruanische Präsident Martín Vizcarra am Montag (Ortszeit) das Parlament aufgelöst und für den 26. Januar 2020 Neuwahlen ausgerufen hatte, erklärte eine Mehrheit der Abgeordneten den Staatschef für abgesetzt. Mit den Stimmen der »Fuerza Popular« von Diktatorentochter Keiko Fujimori und der sich als sozialdemokratisch verstehenden APRA wurde die neoliberale Vizepräsidentin Mercedes Aráoz zur neuen Übergangsstaatschefin erklärt. Diese kündigte an, die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) um Unterstützung zu bitten. Die Auflösung des Parlaments war da bereits in einer elektronischen Sonderausgabe des amtlichen Anzeigers »El Peruano« veröffentlicht worden.…

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Erklärung der CGTP: Diktator Fujimori zurück ins Gefängnis

Wir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung eine Erklärung des peruanischen Gewerkschaftsbundes CGTP zur gestrigen Aufhebung der Begnadigung des früheren Staatschefs Alberto Fujimori durch den Obersten Gerichtshof des südamerikanischen Landes: Das Exekutivsekretariat der Allgemeinen Arbeiterkonföderation Perus (CGTP) begrüßt mit Befriedigung das Urteil der Kammer für Vorbereitende Ermittlungen des Obersten Gerichtshofs unter Leitung des Richters Hugo Nuñez Julca, das den Antrag der bürgerlichen Seite auf Nichtanwendung der humanitären Begnadigung von Alberto Fujimori für rechtmäßig erklärt hat.

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Evo Morales in Lima: Der Kapitalismus ist die Ursache der Korruption

Der bolivianische Präsident wies am vergangenen Samstag, als er in der Plenarsitzung des VIII. Amerikagipfels in Lima, Peru, das Wort ergriff, darauf hin, dass das kapitalistische System die Hauptursache für die Korruption in der Welt sei. „Es ist unsere Pflicht, grundlegende Themen für das Leben unserer Völker zu diskutieren und der Kampf gegen die Korruption ist eines dieser Themen”, sagte Morales. „Es wäre aber oberflächlich und ein Missbrauch öffentlicher Gelder zu sagen, wir müssten diesbezüglich unsere Bemühungen besser koordinieren, ohne über die Ursachen zu reden.“

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Protestmarsch in Lima

Gewerkschafter, Arbeiter, Indigene, Bauern, Volksbewegungen und die in Lima anwesenden Delegationen der Völker Lateinamerikas versammelten sich am gestrigen Donnerstag auf der Plaza de Marte, um gegen die Einmischungspolitik der Vereinigten Staaten in der Region zu protestieren.

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Die Stimme der Völker lässt die OAS verstummen

Die feste Position Kubas, die Manöver der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) abzulehnen, fand heute die Unterstützung der Assistenten in Lima zum Treffen der Zivilgesellschaft mit den Vertretern der Regierungen des VIII. Amerikagipfels. Die Organisatoren waren gezwungen, sich in einen privaten Raum zurückzuziehen, während im Hauptauditorium eine Plattform improvisiert wurde, damit sich die wahren Vertreter der indigenen Völker, der Afrikanischstämmigen und Kämpfer für soziale Rechte in der Region frei äußern konnten.

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Yabts und OAS: eine neoliberale Spritze für die Jugendlichen der Amerikas

Das, was heute auf dem Programm des V. Forums der Jugendlichen der Amerikas steht, ist etwas, was jeder Kubaner als eine neoliberale Spritze ins Blut bezeichnen würde. Es genügt vollends, um den Vertrauensbonus auszulöschen, falls es noch irgendjemanden in diesem Saal gegeben hätte, in dem über 200 Jugendliche aus 35 Ländern zusammenkommen, der etwas Anderes gedacht hat – oder sagen wir, der gegalubt hat, etwas zu erfahren, was mehr an die Wirklichkeit des Kontinents angelehnt ist. Der Charakter dieses Raums ist nach den besonderen Interessen zur Förderung der Privatinitiative, zur…

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