Offene Erpressung – Frankreichs Neokolonialismus im Libanon

Es waren erschütternde Bilder, die Anfang August um die Welt gingen: Eine Explosion im Hafen von Beirut zerstörte ganze Stadtviertel, 190 Menschen starben, mehr als 6500 wurden verletzt. Darauf entfachten sich Proteste, die die Katastrophe zwar zum Auslöser, aber nicht zur eigentlichen Ursache hatten. Denn die Explosion ist nur der letzte traurige Tiefpunkt in der Geschichte des kleinen Landes, das von Kolonialisierung, von Krieg und Bürgerkrieg, von kapitalistischer Misswirtschaft und Korruption geprägt ist.

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Warnung an den Libanon

Am 26. August griff die israelische Armee mit Hubschraubern und Kampfflugzeugen erneut Ziele im Süden des Libanon an. In dem Angriff mit Spreng- und Rauchbomben wurde ein Haus zerstört. Wie schon bei einer ähnlichen Aktion im Juli sprach das israelische Militär (IDF) von einer Reaktion auf ein sicherheitsrelevantes Ereignis. Die libanesische Regierung wird dagegen offiziell eine Beschwerde bei den UN einlegen – wie viele andere vermutlich folgenlos.

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Wer zuerst kommt

Schaden in Höhe von 12 Milliarden Euro, 8.000 Gebäude zerstört, Tausende verletzt und 200 oder mehr Menschen getötet – die Explosion im Hafen von Beirut stürzte den Libanon noch tiefer in die Krise. Und in der Folge der Explosion zerfiel auch die Regierung Diab. Ihr Versuch, dem Libanon angesichts der Wirtschaftsmisere eine gewisse Stabilität zu bringen, scheiterte. Als letzte Amtshandlung – sie ist jetzt nur noch geschäftsführend im Amt – verhängte die Regierung den Ausnahmezustand über Beirut.

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Sanktionen blockieren Libanon-Wiederaufbau

„Angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Lage und der gigantischen Zerstörungen durch die Explosion im Hafen von Beirut braucht der Libanon ein großangelegtes Rettungsprogramm statt internationaler Regime-Change-Hilfe. Notwendig ist die Aufhebung der einseitigen völkerrechtswidrigen Sanktionen von EU und USA gegen Syrien, die die Bevölkerung im Syrien, aber auch im Nachbarland Libanon treffen und die wirtschaftliche Krise dort vertiefen“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss, anlässlich des Besuchs von Bundesaußenminister Heiko Maas in Beirut.

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Luxemburg-Stiftung befürchtet Veruntreuung von Libanon-Hilfsgeldern

Die Büroleiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Beirut, Miriam Younes, bezweifelt, dass die von der internationalen Libanon-Geberkonferenz beschlossenen Hilfen in Höhe von 250 Millionen Euro den Weg zur bedürftigen Bevölkerung finden werden. Gegenüber der Tageszeitung „nd.DerTag“ (Mittwochausgabe) sagte Younes: „Der französische Präsident Emmanuel Macron, der ja schon vor wenigen Tagen im Libanon war, hat gleich gesagt, er will der Regierung nichts geben. Das Geld werde stattdessen an die Menschen gehen. Da stellt sich aber auch die Frage, wer denn diese Menschen repräsentiert.“ Sie könne sich nicht vorstellen,“dass dieses Geld in irgendeiner Form…

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Unruhen im Libanon

Nach den verheerenden Explosionen in der vergangenen Woche im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut flammen die Proteste gegen die Regierung und Korruption erneut auf. Am vergangenen Dienstag war es zu zwei schweren Explosionen im Hafen von Beirut gekommen, bei denen über hundert Menschen starben, tausende wurden verletzt und viele stehen durch die Verwüstung in der Stadt in Folge der Explosionen vor einer zerstörten Existenz. Die Ursache für die katastrophale Explosion war die jahrelange unsachgemäße Lagerung von 2.700 Tonnen Ammoniumnitrat im Hafen, welches die libanesischen Behörden vor einigen Jahren beschlagnahmt worden…

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Keine Verzögerung bei Libanon-Hilfe

„Der Libanon braucht nach der katastrophalen Explosion im Hafen von Beirut ein großangelegtes Wiederaufbauprogramm, sonst droht ein völliger Zusammenbruch von Staat und Gesellschaft. Wer jetzt zögert oder Kredite blockiert, nimmt in Kauf, dass Millionen Menschen ihre Heimat verlieren könnten“, erklärt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss.

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Hilfe für Beirut!

Heute wurde Beirut von einer katastrophalen Detonation erschüttert. Bisher werden mindestens 70 Tote und über 3700 Verletzte gemeldet. Das Ausmaß der Zerstörung und vor allem der Opferzahlen sorgt für tiefe Bestürzung. Bisher gibt es noch keine gesicherten Meldungen über die Ursache der Explosion.

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Explosion in Beirut: Libanesische KP fordert Untersuchung

Bei einer großen Explosion im Hafen von Beirut sind am Dienstag nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 72 Menschen ums Leben gekommen, fast 4.000 weitere wurden verletzt. Die Ursache der Detonation ist noch unklar. Wir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung aus dem Englischen eine Stellungnahme der Libanesischen Kommunistischen Partei (LCP): Die LCP drückt den Märtyrerfamilien ihr Beileid aus und fordert eine sofortige transparente Untersuchung zur Ermittlung der Verantwortlichen

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