FARC-Partei ändert Namen in »Comunes«

Die ehemalige FARC-Guerilla und Partei FARC hat in Medellín ihre Zweite Außerordentlichen Nationalversammlung mit etwas mehr als 250 Delegierten beendet. Dabei wurde eine neue politische Stoßrichtung vorgegeben und der Name der Partei geändert. Bei der Versammlung, an der pandemiebedingt nur wenige Delegierte teilgenommen haben und was zuvor von einigen aus der Partei stark kritisiert wurde, wurde eine Namensänderung hin zu »Comunes« geändert, was mit „Partei der Gemeinschaft“ oder „Partei des Volkes“ übersetzt werden könnte. Damit legt die FARC endgültig ihren aufständischen Namen ab, der laut der Parteioberen dafür verantwortlich war,…

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FARC-Partei vor der Spaltung

Vom 22. bis zum 24. Januar wird die Zweite Nationalversammlung der Partei FARC stattfinden, bei der 380 Delegierte zusammentreffen werden. Die Versammlung beabsichtigt, eine Reihe von Punkten anzusprechen, darunter die Ernennung eines neuen gesetzlichen Vertreters, die Vorbereitung des nächsten Wahlkampfes und die Änderung des Namens und des Logos der Partei. Doch zuvor werden die Spaltungstendenzen immer größer.

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Ein Schritt vorwärts, zwei zurück: Eine Illusion, die zur Katastrophe wurde

„Seit der Unterzeichnung des Friedensvertrags (fälschlicherweise als Abkommen bezeichnet) haben wir eine echte Tortur durchgemacht. Von dieser angeblichen `bestmöglichen Vereinbarung´, die mehr als 60 Jahre Konflikt beenden würde, sind heute nur noch die Fetzen übrig, die ein beklagenswerter offizieller Sektor von der Rose [die Partei FARC] mit Sabbern festhält, um ihre Feigheit und Schamlosigkeit zu verbergen. Es waren vier Jahre totaler Perfidie seitens des Establishments. Das von der extremen Rechten durch den Mund von Fernando Londoño ins Leben gerufene Epitheton, `dieses verdammte Papier zu zerreißen´, war der Auftakt zu der…

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Protest ehemaliger Guerilleros

Der Marsch Hunderter ehemaliger Kämpfer der Guerilla FARC ist am vergangenen Sonntag in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá angekommen, nachdem sie vor rund zehn Tagen aus verschiedenen Regionen des Landes aufgebrochen waren. Die ehemaligen Guerilleros demonstrierten unter dem Motto „Marsch für das Leben und den Frieden“. Sie fordern einen besseren Schutz und ein Gespräch mit Präsident Iván Duque.

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Kolumbiens Regierung schweigt zu Morden an linken Aktivisten

In den letzten Tagen nach dem Erreichen einer neuen Einigung zwischen der FARC-EP und der kolumbianischen Regierung in Havanna, Kuba, zeigt sich vor dem Beginn der Umsetzung des Friedensabkommens, dass die Gewalt gegen die Menschenrechte und die politische Verfolgung steigt: Vier weitere soziale und Gemeindeführungspersonenwurden getötet und ein studentischer Aktivist wird als vermisst gemeldet.

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Kolumbiens Regierung und Guerilla einigen sich auf neuen Vertrag

Bei den Friedensverhandlungen in Havanna haben sich die Delegationen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP) und der Regierung von Staatschef Juan Manuel Santos auf eine modifizierte Form ihres im September unterzeichneten Friedensvertrages geeinigt. Die neuen Verhandlungen waren notwendig geworden, nachdem das Abkommen am 2. Oktober in einem Referendum knapp abgelehnt worden war. Die neue Fassung nimmt nun eine Reihe von Kritikpunkten des rechten Lagers auf – und verwässert damit den in den fünfjährigen Verhandlungen erreichten Stand. So dürfen künftig das Parlament und der Oberste Gerichtshof die Vereinbarungen nachträglich ändern. Auch sollen…

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Santos verlängert Waffenstillstand

Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos hat den mit der FARC-Guerilla vereinbarten Waffenstillstand bis zum 31. Dezember verlängert. Nach dem Scheitern des Referendums über den zwischend der Regierung und den Aufständischen ausgehandelten Friedensvertrag am 2. Oktober hatte Santos zunächst ein Auslaufen der Waffenruhe mit Monatsende verkündet. Nun soll durch die neue Frist Zeit für eine Regelung gewonnen werden.

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Friedensnobelpreis für Juan Manuel Santos

Der Friedensnobelpreis 2016 geht an den kolumbianischen Staatschef Juan Manuel Santos. Das teilte das Nobelpreiskomitee am Freitag in Oslo mit. Santos solle für den Friedensprozess in Kolumbien ausgezeichnet werden, teilte die Sprecherin des Komitees mit. Im Unterschied zu früheren Auszeichnungen, bei denen beide Vertreter der Konfliktparteien ausgezeichnet wurden, verweigerte die Jury dem obersten Comandante der FARC-Guerilla, Timoleón Jiménez, den Nobelpreis.

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Santos kündigt Waffenstillstand auf

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat den mit der FARC-Guerilla vereinbarten Waffenstillstand aufgekündigt. Er habe die »bilaterale und endgültige Feuereinstellung« bis zum 31. Oktober »verlängert«, erklärte der Staatschef am Dienstag (Ortszeit) nach einer Begegnung mit Kirchenvertretern und Unternehmern. »Die bilaterale und endgültige Feuereinstellung mit den FARC wurde bis zum 31. Oktober verlängert, und ich hoffe, dass wir im Dialog und in den Abkommen vorankommen werden, damit wir Regelungen und Vereinbarungen treffen können, die es uns erlauben, die Lösung dieses Konflikts in Gang zu setzen«, erklärte Santos.

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