Freitag, 24. Oktober 2014

1,8 Millionen Menschen demonstrieren für ein freies Katalonien

Diada Nacional de Catalunya. Screenshot: TV3In Barcelona haben heute Hunderttausende Menschen für die Durchführung einer Volksabstimmung am 9. November demonstriert. Die Guàrdia Urbana, die Lokalpolizei von Barcelona, bezifferte die Teilnehmerzahl auf nicht weniger als 1,8 Millionen. Damit lag die Teilnehmerzahl noch einmal höher als im vergangenen Jahr, als rund 1,5 Millionen Menschen eine 400 Kilometer lange Menschenkette gebildet hatten. Durch das geforderte Referendum, das nach dem Willen der Regierung und der meisten Parteien der Region am 9. November stattfinden soll, wollen die Katalanen über eine Loslösung ihrer Nation von Spanien entscheiden. Die Zentralregierung in Madrid verweigert jedoch ein solches Referendum, das auch von mehr als 80 Prozent der Katalanen unterstützt wird. Trotzdem hieß es auf dem Leittransparent der Großdemonstration "Am 9. November werden wir abstimmen - am 9. November werden wir siegen!" Die Teilnehmer bildeten ein riesiges "V" auf den zentralen Verkehrsachsen von Barcelona, der Avinguda Diagonal und der Gran Via. Der Buchstabe stand symbolisch für "votar" - wie abstimmen -, "voluntat" - wie Wille - und "victoria" wie Sieg.

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Trotz Verbot: Hunderte demonstrieren gegen Monarchie

Misslungene Inszenierung: Spaniens Königsfamilie auf dem BalkonMehrere hundert Menschen haben heute in Madrid trotz eines verhängten Demonstrationsverbotes mit republikanischen Fahnen gegen die Monarchie protestiert. Wie das Internetportal eldiario.es berichtete, versammelten sich allein gegen 12 Uhr mittags rund 500 Menschen in der Calle Montera im Zentrum der spanischen Hauptstadt. Wie Damian Caballero vom Solidarischen Antirepressionsnetzwerk einem Journalisten der Nachrichtenagentur EFE sagte, wurde die Kundgebung »spontan« organisiert, nachdem das Oberste Gerichtshof am Vorabend das von der Regierung verhängte Verbot von vier Demonstrationen bestätigt hatte. Als Reaktion darauf hatten sich einige der Teilnehmer den Mund mit Stofftüchern verbunden, auf denen das Wort »Freiheit« stand. Andere riefen Parolen wie »Die Stimme des Volkes ist nicht illegal« und »Schluß mit dem Polizeistaat«.

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Madrid verbietet Demonstrationen gegen die Monarchie

Republikanische Demonstration in Madrid. Foto: Manatí entre Orillas / FlickrMit 88 Prozent der Stimmen hat der Senat, das Oberhaus des spanischen Parlaments, am heutigen Dienstag das von der Regierung vorgelegte Organgesetz verabschiedet, durch das die Abdankung von König Juan Carlos ratifiziert wird. Es war das gleiche Szenario wie in der vergangenen Woche bei der Abstimmung im Unterhaus: Die postfranquistische PP und die sozialdemokratische PSOE sowie einige kleinere Rechtsparteien stimmten für das Gesetz, die Regionalparteien CiU, PNV und CC enthielten sich und die Linke – Izquierda Unida, ERC und ICV-EUiA – stimmten mit Nein. Die Senatoren der baskischen Amaiur verließen den Plenarsaal vor der Abstimmung. Wie schon in der vergangenen Woche hatte die Vereinigte Linke (IU) auch im Senat vergeblich gefordert, vor einer Amtsübergabe an den Sprössling des Monarchen das Volk zu befragen, welches Staatsmodell es haben wolle.

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Republikanischer Virus im Königshaus

Letizia Ortiz als Nachrichtensprecherin beim spanischen Fernsehen TVELetizia Ortiz, die – wenn keine Republik dazwischen kommt – künftige Königin von Spanien, wird sicherlich keine der üblichen Monarchinnen. Bereits jetzt ist sie das erste Mitglied des Madrider Königshauses, das in vergangenen Jahren ihren Lebensunterhalt mit Arbeit verdient hat. Sie musste sich bei der Bank verschulden, um ein Appartement kaufen zu können – wie Millionen andere Menschen ihres Landes auch. Sie hat ein ganz normales Leben gelebt, ist geschieden und wäre heute vermutlich eine der bekanntesten Journalistinnen Spaniens, wenn sie nicht zufällig einen Felipe kennengelernt hätte. Der entpuppte sich als ältester Sohn eines gewissen Juan Carlos de Burbón, genannt König von Spanien. Letizia ließ sich auf das Abenteuer ein, heiratete den Felipe und muss nun die Suppe auslöffeln: Voraussichtlich am 18. Juni wird sie zur Königin von Spanien ernannt.

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Massenprotest gegen Monarchie und Umweltzerstörung

Es ist an der Zeit, dass das Volk spricht!

Zehntausende Menschen sind am Samstag in allen Teilen des Spanischen Staates für einen politischen Kurswechsel auf die Straße gegangen. In Madrid und zahlreichen weiteren Städten demonstrierten sie für die Umwandlung Spaniens in eine Republik und gegen die von ihnen als undemokratisch empfundene Weitergabe des obersten Staatsamtes von Noch-König Juan Carlos an dessen Sohn Felipe. Ein breites Bündnis linker Organisationen, Gewerkschaften und Bewegungen forderte eine Volksabstimmung darüber, ob Spanien eine Monarchie bleiben oder zur Staatsform einer Republik zurückkehren soll. Die Zweite Spanische Republik war durch den Putsch der Franco-Faschisten ab 1936 zerschlagen worden, der bisherige Monarch Juan Carlos war noch vom Diktator in sein Amt eingesetzt worden.

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Kommunistische Partei der Völker Spaniens (PCPE) zur Abdankung des Königs: Nein zu einer neuen Transition! Arbeitermacht und sozialistische Republik!

Kommunistische Partei der Völker SpaniensDie institutionelle Krise des kapitalistischen Systems in Spanien stellt die herrschenden Klassen vor die Notwendigkeit, für Veränderungen in der Struktur des bürgerlichen Staates die Initiative zu ergreifen, um zu versuchen, dien destabilisierenden Effekte der Krise einzudämmen und die Lage in eine neue Stabilität zu überführen, damit die Ausbeutung der Arbeiterklasse und der Volksschichten fortgesetzt werden kann.

Die Abdankung des Königs ist nichts anderes als der Versuch, etwas zu verändern, damit alles beim Alten bleibt. Der Kampf der Arbeiter muss das verhindern!

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KP Spaniens (PCE) zur Abdankung des Königs: Für die Dritte Republik - Alle Macht dem Volk!

Kommunistische Partei SpaniensNach der Verlautbarung des Regierungspräsidenten über die Abdankung des Staatsoberhaupts appelliert die Kommunistische Partei Spaniens (PCE) an ihre Mitglieder, an die Arbeiterinnen und Arbeiter und die ganze Bürgerschaft, für die Abhaltung eines Referendums mobil zu machen, mit dem über Monarchie oder Republik entschieden wird, und so die Pläne des Zweiparteiensystems zur Konsolidierung des oligarchischen und volksfeindlichen Regimes zu durchkreuzen.

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Sieben Monate danach: 400 Kilometer Menschenkette auf einem Foto

Menschenkette für Kataloniens Unabhängigkeit am 11. September 2013Am 11. September 2013 bildeten rund 1,5 Millionen Menschen eine 400 Kilometer lange Menschenkette, um für die Unabhängigkeit Kataloniens zu demonstrieren. Sieben Monate später wird heute das bei dieser Gelegenheit entstandene »Gigafoto« der Öffentlichkeit vorgestellt. Es zeigt die gesamte Menschenkette mit allen Teilnehmern. Eigentlich hatte das Bild schon kurz nach der Aktion veröffentlicht werden sollen, doch die Bearbeitung des Materials habe sich als komplizierter herausgestellt als gedacht, teilte die federführende Katalanische Nationalversammlung (ANC) mit.

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Spaniens »Demokratie« zeigt ihre Fratze

Spaniens Polizei schießt auf DemonstrantenDie Aufstandsbekämpfungseinheiten der spanischen Polizei sind heute gewaltsam gegen die Großkundgebung zum Abschluss der »Märsche der Würde« in Madrid vorgegangen. Die Veranstaltung war noch nicht beendet und ein Chor sang gerade die »Ode an die Freude« aus Beethovens Neunter Symphonie, als die Beamten begannen, eine Gruppe von Demonstranten zu attackieren, die ein Transparent mit der antifaschistischen Losung No Pasarán - Sie werden nicht durchkommen entrollt hatten. Mehrere Menschen wurden verletzt, andere festgenommen.

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