Polizei prügelt für die AfD

Gewerkschafter festgenommen. Foto: SDAJ AugsburgMehr als 1.500 Menschen haben heute versucht, den Parteiprogrammtag der AfD auf dem Stuttgarter Messegelände zu blockieren. Die Polizei reagierte darauf mit dem Einsatz von Wasserwerfern, mit NATO-Draht bewehrten Absperrungen, Pfefferspray, Knüppeln und einer Reiterstaffel. Schon in den frühen Morgenstunden kesselten die Beamten mehr als 400 AktivistInnen, alle wurden in Gewahrsam genommen. Augenzeugenberichten zufolge wurden die AntifaschistInnen teilweise acht Stunden und mehr festgehalten, ohne dass ihnen etwas zu trinken gegeben wurde. Am Nachmittag brachen einige der Festgehaltenen zusammen und mussten ärztlich behandelt werden.

Junge Gewerkschafter aus Augsburg berichteten: »Da fährt man mit dem ver.di-Bus nach Stuttgart, um gegen den AFD-Bundesparteitag zu demonstrieren, und landet nach zehn Minuten in der Gefangenensammelstelle. Zusammen mit 400 anderen Gefangenen warten wir jetzt auf das Ende des Parteitags.«

Die Polizei ging den ganzen Vormittag gewaltsam gegen die Protestierenden vor. Die angemeldete Kundgebung auf der Messepiazza wurde zeitweilig eingekesselt und mit Wasserwerfern bedroht. Die anreisenden AfDler dagegen wurden teilweise unter Polizeischutz durch die Gegenkundgebung geknüppelt.

Trotz des brutalen Vorgehens beteiligten sich rund 3.000 Menschen an der Demonstration »Nationalismus ist keine Alternative« durch Stuttgart. Hunderten Menschen wurde ihr Recht an der Teilnahme jedoch von der Polizei verweigert.

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