Schüsse auf Linke-Büros in NRW

Einschussloch im Linke-Büro Bottrop. Foto: Die Linke NRWIn Nordrhein-Westfalen ist es in den vergangenen Tagen zu mehreren Anschlägen auf Parteibüros der Linken gekommen. In der Zeit zwischen dem 21. April (18:30 Uhr) und dem 24. April (10:00 Uhr) wurde auf das Linke-Büro in Bottrop geschossen, informierte Landesgeschäftsführer Sascha H. Wagner.. Das Projektil habe die Jalousie sowie die äußere Fensterscheibe durchschlagen. Die Bottroper Polizei konnte das Projektil vor Ort sicherstellen. Sie wertet den Anschlag als politisch motivierte Straftat.

Bereits wenige Tage zuvor war auch auf das Waldbröler Büro des Linke-Bundestagsabgeordneten Alexander S. Neu geschossen worden. In beiden Fällen sei Strafanzeige erstattet worden, so Wagner. »Wir werden uns auch künftig nicht einschüchtern lassen. Die Linke wird immer und überall Flagge gegen Nazis und Rassisten zeigen. Auch mit Schusswaffen verübte Anschläge werden uns daran nicht hindern. Trotzdem wurde mit dem Gebrauch von Schusswaffen eine neue Qualität der Gewalt erreicht«, so Wagner weiter.

Mit einer Solidaritätserklärung für die Linkspartei reagierten die Bezirke Ruhr-Westfalen und Rheinland-Westfalen der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP): »Diese Anschläge in der Endphase der NRW-Landtagswahlen sind ein Alarmsignal für die Hetze profaschistischer Parteien. Die AfD bedient ausdrücklich eine nationalistische und ausländerfeindliche Hetze in NRW. Da ist es auch nicht mehr weit von der Forderung durch AfD-Politiker nach Schüssen auf Flüchtlinge an den Grenzen bis zu Schüssen und Anschlägen auf Büros der Linkspartei.
Die DKP verurteilt die Anschläge und versichert der Linkspartei ihre Solidarität! Im Kampf gegen faschistische und ausländerfeindliche Hetze müssen alle linken und demokratischen Kräfte zusammenstehen.«

Quellen: Die Linke NRW, DKP NRW bei Facebook / RedGlobe

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