Während in allen europäischen Ländern striktere Maßnahmen zur Eindämmung des COVID-19 Virus und dem Schutz der Bevölkerung beschlossen werden, wie die neu eingeführte Maskenpflicht in Österreich oder die Verlängerung der Kontaktsperre in Deutschland, werden die Menschen, die vor Europas Grenzen warten, dem Sterben überlassen.

Zu den ohnehin schon prekären und menschenverachtenden Zuständen im Geflüchtetenlager in Moria kommt nun auch noch die Gefahr durch die Pandemie hinzu. Die erste Infektion ist am Dienstag bekannt geworden und es wird unter diesen Verhältnissen nicht lange dauern bis sich der Virus flächendeckend im Lager ausbreiten wird.

Wie sollen sich Menschen schützen, die sich nicht einmal regelmäßig die Hände waschen können? Wie sollen Menschen den Sicherheitsabstand einhalten, wenn sie gemeinsam in einem winzigen Lager zusammengepfercht werden? Wie sollen Menschen zuhause bleiben, wenn sie kein Zuhause haben?

Die Bundesregierung hat beschlossen 40.000 GastarbeiterInnen aus Rumänien einzufliegen, um die diesjährige Spargelernte zu sichern. Aber 20.000 Geflüchete vor dem sicheren Tod zu bewahren wäre ja zu viel verlangt. Die Prioritäten der Regierung sind klar, zum Schutz des Profits einzelner Unternehmen und die Sicherung eines Luxusguts wird alles in Bewegung gesetzt, geht es um Menschenleben muss abgewogen werden.

Wir verurteilen das Verhalten der europäischen Regierungen zutiefst. Die Festung Europa muss endlich fallen!

Quelle:

SDAJ – Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend