Zum Ende der Woche verstärkt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) noch einmal den Druck auf die Tarifverhandlungen, die in beiden Handelsbranchen in der kommenden Woche in Düsseldorf fortgesetzt werden. Am Freitag (21.5) sind in Ostwestfalen Beschäftigte aus 15 Betrieben von Marktkauf, Edeka und real zum Streik aufgerufen. Im Raum Hagen ist Kaufland aufgerufen. Zudem legen landesweit Betriebe des Groß- und Außenhandels ihre Arbeit nieder. Aufgerufen sind Betriebe von Metro Deutschland, Handelshof, Selgros, L. Stroetmann, Thyssen Krupp Stainless, Lekkerland, Porta Möbel Logistik, Wera Werke und bofrost.

ver.di fordert für die Beschäftigten beider Branchen 4,5 Prozent plus 45 Euro mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Außerdem fordert ver.di von den Arbeitgebern die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. Im Einzelhandel kommt die Forderung eines Mindestentgelts von 12,50 Euro pro Stunde hinzu. Für das nicht tarifgebundene Unternehmen bofrost fordert die Gewerkschaft die Anerkennung der Tarifverträge des Groß- und Außenhandels.

„Beschäftigte aus mehr als 80 Betrieben des Handels haben sich in den vergangenen zwei Wochen an Warnstreikaktionen beteiligt. Das ist ein eindeutiges Zeichen an die Arbeitgeber, dass die Geduld der Beschäftigten ausgereizt ist. Sie erwarten nun ein faires Angebot für ihre außergewöhnliche Leistung in der Pandemie“, so die ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer. „Der Ball liegt jetzt im Feld der Arbeitgeber. Sie können zeigen, dass sie bereit sind, mehr als nur warme Worte als Anerkennung für die außergewöhnliche Leistung ihrer Beschäftigten aufzubringen. Wir fordern eine Entgelterhöhung, die die Zukunft der Beschäftigten sichert und sie vor Altersarmut schützt! Diese Anerkennung haben sich die Menschen im Handel mehr als verdient.“

Die Verhandlungen im Groß- und Außenhandel werden am 26. Mai und im Einzelhandel am 27. Mai fortgesetzt.

Quelle: ver.di NRW – Groß- und Außenhandel streikt landesweit – Staffelstab im Einzelhandel wird an Ostwestfalen übergeben