Die Warnstreiks im Hamburger Groß- und Außenhandel werden fortgesetzt. Am Donnerstag, den 3. Juni, legen die Beschäftigten der Metro Deutschland GmbH in den Märkten Hamburg Harburg, Altona und Niendorf ganztägig ihre Arbeit nieder.

Nachdem die Arbeitgeber bei der 1. Verhandlung kein Angebot auf den Tisch gelegt haben, ist die Wut bei den Beschäftigten groß.

ver.di Verhandlungsführerin Heike Lattekamp: „Die Beschäftigten haben ein faires Angebot verdient. Ohne sie wäre nicht nur gähnende Leere in den Supermärkten und Apotheken, sondern es würden auch viele Bereiche der Wirtschaft stillstehen, zum Beispiel in der Bauwirtschaft. Für ihr Engagement, auch und gerade während der Coronakrise, dürfen die Beschäftigten Anerkennung und Wertschätzung durch eine Erhöhung der Entgelte erwarten.“

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die 60.000 Beschäftigten im Hamburger Groß- und Außenhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent, mindestens jedoch um 155 Euro, sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 70 Euro. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. Außerdem fordert die Gewerkschaft von den Arbeitgebern die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit.

Für tarifgebundene Krisenunternehmen und -betriebe will ver.di durch differenzierte Unternehmenstarifverträge Lösungen zur Zukunfts- und Beschäftigungssicherung erreichen.

Am 04. Juni 2021 um 11 Uhr werden die Verhandlungen fortgesetzt.

Die Verhandlung findet als Videokonferenz statt.

 

Quelle: ver.di Hamburg – Donnerstag weitere Warnstreiks im Groß- und Außenhandel