Seit dem Massenaufstand im September 2013 und in verschärfter Form seit dem Sturz der Diktatur Al-Bashirs und dem Regime der Muslimbruderschaft im Jahr 2018, ringen im Sudan die Kräfte die einen Ausgleich mit den Vertretern des alten Regimes suchen und jenen die einen radikalen Wandel erreichen wollen. Die um Ausgleich bemühten Kräfte werden auch vom Imperialismus gefördert, sie sollen das alte Regime und den Einfluss des Imperialismus sichern und die soziale Basis erweitern. Die Sudanesische Kommunistische Partei steht an der Seite derjenigen Kräfte die einen Wandel fordern.

Mit dem Militärputsch vom 25. Oktober 2021 und dem Abkommen zwischen dem Putschisten Burhan und dem in Folge des Putsches kurzzeitig verhafteten Hamdok hat sich dieses Ringen weiter zu gespitzt, wie die KP des Sudan analysiert. Mit dem politischen Abkommen zwischen den beiden Opponenten droht eine Rückkehr in die Zeit der Diktatur Al-Bashirs mit sogenannten Geisterhäusern, die nichts anderes als geheime Haft- und Folterzentren waren.

Die Kommunistische Partei ruft deshalb alle demokratischen und patriotischen Kräfte zu weiteren Mobilisierungen gegen das Regime und das politische Abkommen auf. Sie stützt sich dabei auf die Zusammenarbeit mit der Arbeiterklasse, den Widerstandskomitees, den Vorbereitungskomitees für die Gründung von Gewerkschaften, den Forderungskomitees, der Berufsallianz und der Zivilgesellschaft. Sie stützt sich aber auch auf die lokalen Parteigliederungen, die Arbeiter‑, Jugend‑, Studenten- und Frauenorganisationen, um die Massen weiter gegen das Putschregime zu mobilisieren.

Die Sudanesische KP stand bereits in den vergangenen Monaten im Zentrum der Koordination und Organisation des massenhaften Kampfes seit dem 25. Oktober gegen das Regime. Sie erinnert daran, dass bereits 54 Demonstranten ermordet wurden und 150 weitere verletzt, von denen sich einige in einem kritischen Zustand befinden. Zahlreiche Menschen wurden wegen ihres Widerstandes verhaftet.

Die Sudanesische KP bedankt sich zu dem bei allen Kommunistischen und Arbeiterparteien die den Kampf des Sudanesischen Volkes für Selbstbestimmung und Demokratie unterstützen und unterstützt haben. Kommunistische Partei führt den Kampf für eine demokratische Zivilregierung und eine Wirtschaftspolitik, die geeignet ist, die Not und Armut Massen zu beseitigen, weiter. Sie betont, dass das nur ohne die Einmischung des Imperialismus und ohne das Diktat des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank möglich ist. Zudem forderte sie die Auflösung aller bewaffneten Milizen, insbesondere der Rapid Defence Force.

Quelle: Sudanesische KP

Quelle: Zeitung der Arbeit – Sudanesische KP ruft zu Massenaktionen auf