Durchbruch bei der Angleichung der Arbeitsbedingungen

Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen übernimmt Pilotabschluss aus NRW Beim Ringen um die Angleichung der tariflichen Ansprüche im Osten zeichnet sich eine Lösung ab. Nach zähen Verhandlungen haben sich IG Metall und der Arbeitgeberverband der sächsischen Metall- und Elektroindustrie auf die Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen geeinigt und gleichzeitig eine konkrete, kurzfristige Verhandlungsverpflichtung vereinbart: Bis Ende Juni 2021 soll ein klar abgesteckter tariflicher Rahmen für betriebliche Lösungen zur Angleichung Ost geschaffen werden. Damit haben die Arbeitgeber erstmals ihre seit der Wiedervereinigung währende vollständige Blockade gegen die Aufhebung der Ungleichbehandlung der Beschäftigten zwischen Ost-…

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Seitenwechsel

Bernd Osterloh, bis vor wenigen Tagen Vorsitzender des Konzernbetriebsrats bei Volkswagen, hat die Seiten gewechselt. Seit dem 1. Mai ist er Personalvorstand bei Traton und damit zuständig für den geplanten Personalabbau in der LKW-Sparte von VW. Für die Belegschaft und die Öffentlichkeit kam der Wechsel überraschend. Osterloh selbst begründete seinen Wechsel gegenüber den Kolleginnen und Kollegen bei VW mit den Worten: „Traton spielt eine Schlüsselrolle in der Strategie des Volkswagen-Konzerns für die kommenden Jahre. Ich will noch einmal unternehmerisch gestalten und in den nächsten Jahren mit meiner Arbeit dazu beitragen,…

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ver.di-Mitglieder stimmen für Tarifergebnis bei DB-Direkt

Bei der heute zu Ende gegangenen ver.di-Rückurabstimmung zum Tarifverhandlungsergebnis bei der Deutsche Bank Direkt GmbH (DB Direkt) erhielt ver.di für das jüngst erzielte Tarifverhandlungsergebnis eine hohe Zustimmung. Damit votierten die Mitglieder auch für ein Ende des wochenlangen Streiks. „Das zeigt, dass sich die starke Beteiligung und der lange Atem im Streik für die Beschäftigten ausgezahlt hat.“, so Jan Duscheck, Bundesfachgruppenleiter Banken.

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Altenpflege: Gewerkschaft kündigt Proteste an

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) äußert deutliche Kritik am neuesten Entwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für ein Gesetz zur tariflichen Bezahlung in der Altenpflege. „Spahn erweckt den Eindruck, er tue etwas für die Pflege. Tatsächlich aber erweist er ihr einen Bärendienst“, sagte Sylvia Bühler, die im ver.di-Bundesvorstand für das Gesundheits- und Sozialwesen zuständig ist. Die Pläne des Ministers garantierten keine ausreichenden tariflichen Mindestbedingungen in der Altenpflege. Damit über das Gesetz eine Lösung komme, müsse deutlich nachgebessert werden.

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Frank Werneke zur Auseinandersetzung in der Bundesregierung über höhere Löhne in der Altenpflege

Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di): „Wir fordern die Bundesregierung auf, den Streit um höhere Löhne in der Altenpflege beizulegen. Es ist zu begrüßen, dass mit der Initiative von Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil für eine Verbesserung der Entlohnungsbedingungen der Beschäftigten im Pflege- und Betreuungsbereich der Alten- und Langzeitpflege wieder Bewegung in die Auseinandersetzung gekommen ist. Die Pandemie verlangt den Beschäftigten alles ab. Die Betroffenen haben kein Verständnis dafür, wenn ihre berechtigten Forderungen nach mehr Anerkennung ihrer verantwortungsvollen und oft auch belastenden Arbeit im Wahlkampf untergehen. Es…

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Tarifflucht beenden, Dumpinglöhne bekämpfen, Gesundheit schützen!

Pünktlich zum Auftakt der Tarifverhandlungen für den Einzel- und Versandhandel hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten in sieben Versandzentren des Handelsunternehmens Amazon zum Streik aufgerufen. Unter dem Motto „Tarifflucht beenden, Dumpinglöhne bekämpfen, Gesundheit schützen!“ soll die Arbeit in der Nacht von Sonntag auf Montag (3. Mai 2021) in Werne, Leipzig, Rheinberg, Bad Hersfeld (zwei Standorte), Koblenz und Graben niedergelegt werden. Die Gewerkschaft fordert vom Konzern die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines Tarifvertrags ‚Gute und gesunde Arbeit‘.

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ver.di-Vorsitzender Werneke zum 1. Mai: Nicht nur Danke sagen, sondern auch liefern – Tarifbindung verbessern, Vermögensungleichheit bekämpfen

Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, die kommenden Monate bis zur Bundestagswahl dafür zu nutzen, noch ausstehende wichtige Gesetzesvorhaben zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen vieler Menschen zu Ende zu bringen. „Die Millionen von Menschen, die von Kurzarbeit betroffen sind und vielfach um ihre Jobs fürchten – genauso wie die Millionen von Beschäftigten in systemrelevanten Bereichen, die in den vergangenen Monaten unter den Bedingungen der Corona-Pandemie Außerordentliches geleistet haben, erwarten mehr als nur warme Worte“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

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Zementierte Teilung

Die Differenz ist frappierend: Mehr als 30 Jahre nach dem Beitritt zur Bundesrepublik bekommen Werktätige in Ostdeutschland im Schnitt noch immer knapp sechs Euro weniger pro Stunde als Arbeitnehmer im Westen. Aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes zufolge lag der Brutto-Stundenlohn für ostdeutsche Beschäftigte 2020 um fast 22 Prozent unter dem der westdeutschen Kolleg*innen. Dazu kommt, dass die Wochenarbeitszeit im Osten deutlich höher ist als im Westen.

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