Hafenarbeiter blockierten Waffentransport, jetzt droht Haft

Vor etwa zwei Jahren blockierten italienische Hafenarbeiter Waffentransporte nach Saudi-Arabien. Die Kolleginnen und Kollegen haben gemeinsam mit Friedensaktivistinnen und ‑aktivisten die Verladung von Kriegsgerät auf sein saudisches Frachtschiff verhindert. Es musste den Hafen verlassen, ohne dass die militärische Ausrüstung verladen werden konnte. Der Streiks sowie die Blockade des Anlegebeckens gepaart mit gezündeten Rauchtöpfen und abfeuerten Signalraketen in Richtung des Frachters, verhinderten das Einlaufen. Ein sehr couragierter Widerstand gegen die Verladung von Ausrüstung für den Krieg gegen das Volk im Jemen, der auch international Beachtung fand. Es kam zu ähnlichen Aktionen…

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Italiens Gewerkschaften prangern Zustände an

Eine 22-jährige Arbeiterin einer Textilfabrik Luana, D’Orazio bei Pistoia in der Provinz Prato der Region Toskana ist bei einem Arbeitsunfall tödlich verletzt worden. Die Mutter eines fünfjährigen Kindes wurde in die Walze der Maschine gezogen, berichtete die Nachrichtenagentur ANSA am Dienstag. Trotz sofort ausgelösten Alarms konnte sie nur noch tot aus der Maschine gezogen werden.

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Solidarität mit Riccardo Cristello

Die Arbeiter des multinationalen größten europäischen Stahlkonzerns ArcelorMittal im süditalienischen Taranto sind am Mittwoch in einen unbefristeten Streik getreten, um gegen die Entlassung ihres Kollegen Riccardo Cristello zu protestieren. Der 45-jährige Gewerkschafter hatte die seit Jahren ungelösten Probleme des Unternehmens – von der katastrophalen Umweltverschmutzung über die soziale Lage der über 10.000 Beschäftigten, ihnen drohende Entlassungen bis zur Strukturierung des Unternehmens – gegenüber Medien publik gemacht und war daraufhin gefeuert worden. Zu dem Ausstand hat die Basis-Gewerkschaft USB aufgerufen. Heute wird eine Delegation der USB mit Cristello nach Rom reisen,…

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40.000 Amazon-Beschäftigte im Streik

Ende März kam es zu einem bedeutsamen Streik der Arbeiterinnen und Arbeiter von Amazon: Rund 40.000 Beschäftigte legten ihre Arbeit nieder, um gegen die eklatanten Ausbeutungsverhältnisse des Monopolkonzerns anzukämpfen. Neben zermürbenden Arbeitszeiten und niedrigen Löhnen sind die Arbeiterinnen und Arbeiter von Amazon auch noch mit großen Mängeln bei den Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 konfrontiert. Während es dem Management darum geht, Profite zu sichern und massiv zu steigern, sind Amazon-Beschäftigte (nicht nur in Italien) einem sehr hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt.

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Pausenlos Profit

2000 Beschäftigte der Amazon-Verteilzentren folgten dem ver.di-Aufruf zu einem viertägigen Streik über Ostern. In Rheinberg, Werne, Koblenz, Leipzig und an den zwei Standorten in Bad Hersfeld wurde die Arbeit niedergelegt. Die Kolleginnen und Kollegen guckten dabei mit einem Auge nach Italien, wo Amazon bereits vor zweieinhalb Wochen landesweit bestreikt wurde, und mit dem anderen nach Alabama. Dort fand eine Abstimmung über die gewerkschaftliche Organisierung am Standort Bessemer statt.

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„Keine Sklaven“: Lieferdienstfahrer müssen angestellt werden

Nur wenige Tage nach einem richtungsweisenden Urteil des britischen Supreme Courts gibt es nun auch in Italien Bemühungen, die Scheinselbständigkeit im Bereich der „Gig Economy“ zu bekämpfen. Auf Betreiben der Mailänder Staatsanwaltschaft wurden sechs Essenslieferbetriebe wie Uber Eats, Deliveroo oder JustEat in der Lombardei sowie in weiterer Folge in ganz Italien unter die Lupe genommen –  mit einem eindeutigen Ermittlungsergebnis: Mehr als 60.000 Fahrer sind rechtswidrig als selbständige, punktuelle Dienstnehmer klassifiziert, obwohl sie alle Kriterien für eine korrekte Anstellung als permanente Arbeitnehmer erfüllen. Dadurch umgehen die Unternehmen arbeits- und sozialrechtliche Standards…

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Treofan-Arbeiter organisieren Fabrikbesetzung

In der Treofan-Fabrik im italienischen Terni wurden mit hohen Qualitätsstandards BOPP-Folien produziert, wofür spezialisierte Arbeitskraft vonnöten ist. Mithilfe einer eigenen Lackierungstechnik wurden z.B. Zigaretten- und Speiseverpackungen, aber auch die Verpackungen für die Sticker der Marke Panini hergestellt, die mehrere Generationen von Kindern und Heranwachsenden in- und außerhalb Italiens begleitet haben.

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Querfront-Spektakel: Faschistische Partei Forza Nuova aufgelöst

Zwei zusammenhängende politische Neuigkeiten des rechten bis faschistischen italienischen Spektrums lassen aufhorchen: Das ist einerseits die Auflösung der faschistischen Partei Forza Nuova (Neue Kraft), die es bereits seit 1997 gibt. Sie hat es in der näheren Vergangenheit v.a. durch xenophobe, homophobe, antisemitische und antikommunistische Aktionen in die Schlagzeilen geschafft. Ihre Auflösung soll nun dazu dienen, auf Basis der Corona-Proteste von Corona-Leugnern (in Italien werden sie unter dem Begriff der Negationisten subsumiert), Verschwörungstheoretikern und anderen Feinden der Wissenschaft eine größere und weitläufigere Bewegung zu erschaffen. Geplant ist eine Sammelbewegung, die nach…

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Sea-Watch wehrt sich gegen unrechtmäßige Festsetzung

Sea-Watch hat am heutigen Freitag Widerspruch gegen die Festsetzung der Sea-Watch 4 vor dem Verwaltungsgericht in Palermo eingelegt. Italienische Behörden hatten das Rettungsschiff nach einer Hafenstaatkontrolle am 19.09.2020 unter fadenscheinigen Gründen festgesetzt. Allein diese Woche ertranken laut Internationale Organisation für Migration (IOM) mindestens 20 Menschen beim Versuch, über das zentrale Mittelmeer zu fliehen.

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Ciao Comandante

Mit großer Trauer müssen der italienische Partisanenverband ANPI und die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) den Tod von Carla Nespolo bekannt geben. Sie wurde 2017 als erste Präsidentin des italienischen Verbandes gewählt.

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