US-Blockade verhindert humanitäres Projekt aus Deutschland für Kubas Bevölkerung

Der seit Juni 2017 in Deutschland expandierende US-Onlinebezahldienst „Stripe“ hindert die in Berlin ansässige gemeinnützige Onlineplattform „Betterplace“ daran, Spenden für das Projekt eines deutschen Ingenieurs zur Aufbereitung von Trinkwasser in Kuba einzuwerben. Das berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung junge Welt in ihrer Wochenendausgabe.

Der Zahlungsdienstleister „Stripe“, der für „Betterplace“ sowie zahlreiche deutsche Onlineshops Zahlungen per Kreditkarte, Sofortüberweisung und Überweisung abwickelt, habe sich auf Bestimmungen der von den USA gegen Kuba verhängten Sanktionen berufen. Auf Anfrage von junge Welt bestätigte „Betterplace“, dass die bereits angelaufene Spendenkampagne beendet werden musste, „da andernfalls unter Umständen weitere Kampagnen keinen Zugang zu ihren Geldern mehr gehabt hätten, auf die sie gerade vor dem Hintergrund der aktuell dringenden Probleme (z.B. in Moria) angewiesen waren“. Exterritoriale Ausdehnung von US-Sanktionsgesetzen gegen Kuba ist nach europäischen Bestimmungen unzulässig.

Über Details des aktuellen Vorgangs wird unter anderem auch am Samstag auf der deutschen Auftaktveranstaltung zur internationalen Solidaritätsaktion „Unblock Cuba – Wirtschaftskrieg gegen Kuba beenden!“ berichtet, die ab 18.45 Uhr über einen Livestream auf der Webseite der Tageszeitung junge Welt verfolgt werden kann.

Quelle:

Pressemitteilung der Tageszeitung junge Welt