Zehn Jahre Reaktorkatastrophe in Fukushima

Gestern vor zehn Jahren kamen infolge eines Erdbebens sowie eines dadurch ausgelösten Tsunamis im Nordosten Japans 19.000 Menschen ums Leben. In der betroffenen Region lagen auch Atomkraftwerke, unter anderem das Kraftwerk Fukushima Daiichi. Aufgrund von mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen, Fehlkonstruktionen sowie fahrlässigen Entscheidungen der Betreiberfirma Tepco führte die Naturkatastrophe zu Wasserstoffexplosionen sowie Kernschmelzen in drei der sechs Reaktoren. Die Region sowie das Meerwasser wurden mit radioaktivem Material kontaminiert, die Partikel sind nach wie vor weltweit nachweisbar. Doch halb so wild, wenn man der EU-Kommission glauben möchte: Sie erhöhte damals kurzerhand die Cäsium-134-Grenzwerte…

Weiterlesen

Weckruf mit Todesfolge

Lange war Fukushima nicht in den Schlagzeilen. Dabei sind dort bis heute gewaltige Mengen an Boden, Wasser und Bauschutt verseucht, die Entsorgung der Abfälle wird Experten zufolge weitere 30 Jahre dauern. Nun, genau zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe, ausgelöst durch einen gigantischen Tsunami infolge eines Seebebens, erinnern Atomkraftgegner weltweit an den GAU in dem Ort an der Ostküste des durch extreme seismische Aktivität gekennzeichneten Inselstaats Japan. Vor allem mahnen sie, dass solche Katastrophen jederzeit wieder passieren können. Während Atomkraftbefürworter zuvor behauptet hatten, ein Desaster wie im damaligen sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl…

Weiterlesen

Schrauben locker im AKW Philippsburg

EnBW will am heutigen Samstag einen Reaktor des AKW Philippsburg wieder hochfahren, obwohl ungeklärt ist, warum eine Vielzahl von Schrauben an den Notstromaggregaten locker waren. Dazu erklärt der Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, Armin Simon: »An mehreren Notstromaggregaten im AKW Philippsburg-2 waren insgesamt 50 Schrauben nicht richtig angezogen, eine weitere war sogar gebrochen. Die einwandfreie Funktion der Aggregate war somit in der Vergangenheit nicht gewährleistet. Im Notstromfall hätte dies gravierende Konsequenzen bis hin zum Super-GAU haben können. EnBW hat bis heute nicht aufgeklärt, wie dies passieren konnte. Es ist folglich zu…

Weiterlesen

Fessenheim: Schrottreaktor außer Kontrolle

Als harmlosen Zwischenfall im nichtnuklearen Bereich der Anlage spielten der Betreiberkonzern EdF und die französische Atomaufsichtsbehörde ASN im Frühjahr 2014 einen Wassereinbruch in der Nuklearzentrale Fessenheim gegenüber der Internationalen Atomenergieagentur IAEA und der Öffentlichkeit herunter. Jetzt deckten WDR und »Süddeutsche Zeitung« auf, daß es in dem für die Bewohner Luxemburgs besonders gefährlichen AKW zu einem der dramatischsten Reaktorunfälle in Westeuropa kam.

Weiterlesen