Klinikbeschäftigte fordern schnellstmöglich bedarfsgerechte Personalvorgaben

Die Interessenvertretungen von insgesamt rund einer halben Million Krankenhausbeschäftigten haben eindringlich an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) appelliert, den Krankenhäusern schnellstmöglich bedarfsgerechte Personalvorgaben zu machen. In einem offenen Brief fordern die Betriebs- und Personalräte sowie Mitarbeitervertretungen, die PPR 2.0 kurzfristig auf den Weg zu bringen. Das Instrument zur Personalbemessung in der Krankenhauspflege hatten die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bereits vor über einem Jahr gemeinsam vorgelegt. „Für weitere Verzögerungen gibt es kein Verständnis mehr“, heißt es in dem Schreiben. „Unsere Geduld ist aufgebraucht.“

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Gute Krankenhäuser nur mit Lenin?

Die Fraktion der Linkspartei hat in der vergangenen Woche im Bundestag gefordert, die Krankenhäuser nicht am Markt zu orientieren und private Konzerne als Träger zurückzudrängen. Sie sieht das profitorientierte System, nach dem die Krankenhäuser finanziert werden, als gescheitert an – das habe sich in der Corona-Pandemie gezeigt. Abgeordnete der Großen Koalition lobten dagegen ihre Regierung und warnten vor marxistischer Ideologie.

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Mehr Personal ins Krankenhaus! Solidarität mit Romana Knezevic!

Stellungnahme der DKP Hamburg Der Asklepios-Konzern in Hamburg will mitten in der Pandemie eine Pflegekraft kündigen, weil sie als Sprecherin der Hamburger Krankenhausbewegung nicht nur über die unmenschlichen Zustände in den Krankenhäusern berichtet hat, sondern die Bewegung auch dafür Sorge tragen will, dass diese abgestellt werden! Patientinnen werden im Sterben allein gelassen, auf Intensivstationen gibt es Situationen von gefährlicher Pflege, Pflegekräfte müssen Putzarbeiten übernehmen, weil auch die Reinigungskräfte absolut unterbesetzt sind. Die Kolleginnen haben mit Gefährdungsanzeigen die Geschäftsführung immer wieder auf die Probleme aufmerksam gemacht, doch Asklepios hat dies einfach…

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Solidarität mit Romana!

Zu sagen, was ist, bleibt die revolutionärste Tat.“ Wie aktuell diese Worte von Rosa Luxemburg sind, zeigt sich gerade in Hamburg. Seit Jahren machen Krankenhausbeschäftigte auf die katastrophalen Zustände in den Kliniken aufmerksam und setzen sich für Krankenhäuser ein, die versorgen und nicht verdienen. Dass während einer Pandemie das zusammengesparte Gesundheitssystem in enorme Nöte gerät und die Situation für Beschäftigte und Patienten in den Krankenhäusern sich massiv zuspitzt, ist leider keine Überraschung. Im Gegenteil, seit Beginn der Pandemie rief die Hamburger Krankenhausbewegung die Politik dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um…

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Beginn der Tarifrunde beim Klinikkonzern Helios

Zum Auftakt der Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 21.000 Klinik-Beschäftigten (ohne Ärztinnen und Ärzte) im Helios-Konzerntarifvertrag am heutigen Dienstag hat der private Klinikbetreiber kein Angebot vorgelegt. „Die Beschäftigten in den Helios-Kliniken leisten Herausragendes – nicht nur aktuell während der Corona-Pandemie“, erklärte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand und Verhandlungsführerin. „Die Beschäftigten haben eine gute Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen verdient. Als größter deutscher privater Krankenhauskonzern steht Helios hier in einer besonderen Verantwortung.“

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Sorge um den Profit

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) als oberster Arbeitgeber- und Konzernlobbyist hat sich mit einem dringenden Appell an Bund und Länder gewandt, die Wirtschaftsprobleme der Krankenhäuser zu lösen. „Wir sind in großer Sorge, dass ohne eine flächendeckende und kurzfristig wirksame Liquiditätshilfe die Krankenhäuser ihre Leistungsfähigkeit in den kommenden Monaten nicht aufrechterhalten können.“ Ohne Hilfspaket könnten in einigen Kliniken bereits im ersten Quartal Gehälter nicht mehr gezahlt werden. Die DKG ist sich nicht zu schade, den Appell mit den Worten zu schließen: „Im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser danken wir Ihnen…

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Mitten in der Pandemie: Asklepios will Pflegekraft wegen öffentlicher Kritik kündigen

Pressemitteilung der Hamburger Krankenhausbewegung Asklepios unternimmt den Versuch der Kündigung unserer Kollegin und Sprecherin Romana Knezevic. Asklepios begründet dies mit dem Vorwurf der Lüge: Unsere Sprecherin habe im HH Journal am 17.12.20 falsche Tatsachenbehauptungen aufgestellt. Die entsprechenden Aussagen wurden bereits öffentlich von mehreren Pflegekräften der Intensivstationen der AK St. Georg bestätigt und unterstützt (HH Journal 19.12.).

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Kein Geschenk, sondern Selbstverständlichkeit: ver.di erwartet Verbot von verschiebbaren Krankenhausleistungen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in NRW konkretisiert aufgrund der aktuellen Situation in den Kliniken ihre Forderung an die Landesregierung nach verbindlicher Leistungsreduzierung. „Uns erreichen täglich Berichte von überfüllten Intensivstationen, überlastetem Personal und Betreuungsschlüsseln von Intensivpatient*innen. Häufig ist nur eine Pflegekraft anstatt zwei für bis zu vier Patient*innen zuständig. Damit ist die Situation deutlich dramatischer als im Frühjahr“, mahnte Katharina Wesenick, Fachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales in NRW. „In dieser Situation, in der Gefahr für Patient*innen und Personal besteht, muss die Landesregierung einen Schlussstrich ziehen. Sie muss die Krankenhausträger durch eine verbindliche…

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