Amazon zur Kasse bitten

Der aus den USA nach Europa importierte „Black Friday“ am letzten Freitag im November lässt die Kassen von Onlinehändlern klingeln. Insbesondere der Megakonzern Amazon, ohnehin einer der größten Profiteure der Pandemie, setzt auf neue Rekordgewinne an diesem Tag, an dem sich nicht nur online unzählige Händler mit Sonderangeboten und Rabattschlachten überbieten. Doch diesmal wollen Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften grenzübergreifend auf die Machenschaften des Multis aufmerksam machen. Unter dem Motto „Make Amazon Pay“ (Lasst Amazon zahlen) haben unter anderem die internationalen Gewerkschaften IndustriALL und UNI Global Union – denen aus Deutschland die IG…

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Protest gegen Zustände bei Amazon

Am Freitagmorgen wuselte der stiernackige Sicherheitsangestellte des Amazon-Büros in der rue Plaetis in Luxemburg-Grund aufgeregt hin und her, als sich im strömenden Regen immer mehr Menschen mit Transparenten und Fahnen in der kleinen Gasse vor dem anson­sten unscheinbaren Eingang von Amazon Europe in der Hauptstadt versammelten. Einige Angestellte versuchten, durch die Fenster zu feixen, wurden aber vom Sicherheitsmann schnell weitergeschoben. Nur im ersten Stock wurden die Nasen ans Fenster gedrückt, was denn da unten vor sich geht.

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Peru weist deutschen Gewerkschafter aus

Die peruanische Regierung hat den für dieses Land Verantwortlichen der internationalen Dienstleistungsgewerkschaft UNI Américas, den deutschen Gewerkschafter Orhan Akman, aus dem Land ausgewiesen und seine Wiedereinreise untersagt. UNI Global Union, der Zusammenschluss der Dienstleistungsgewerkschaften aus aller Welt mit 900 angeschlossenen Verbänden – unter ihnen die deutsche ver.di – und mehr als 20 Millionen Mitgliedern, verurteilte diesen Schritt der peruanischen Administration als Verletzung der individuellen und kollektiven Rechte Akmans und der Gewerkschaften.

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1,5 Millionen Streiktage: ver.di zieht Bilanz

In Leipzig hat der vierte Bundeskongress der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di seine Arbeit aufgenommen. Nach der Eröffnung am Vorabend stand der Montag im Zeichen von Geschäftsberichten und der Aussprache darüber. Vorab wurden die in der Satzung vorgeschriebenen Regularien zur Konstituierung erfüllt. Dazu gehörte der Beschluss über die Tagesordnung, die Annahme der Wahl- und Geschäftsordnung und die Wahl der Mandatsprüfungskommission. Ein Antrag, die Tagesordnung zu ändern und zunächst die Vertreter/innen der Fachbereiche zu wählen und erst danach die weiteren Bundesvorstandsmitglieder, fand keine Mehrheit. Die vorgeschlagene Tagesordnung wurde bei nur wenigen Gegenstimmen beschlossen.

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