Das Ergebnis der Abstimmung über die Bewerbung des Senats und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 ist eindeutig: Die Hamburgerinnen und Hamburger wollen das Klassen-Projekt Olympia nicht. Nach Toronto und Boston sagt die Bevölkerung einer dritten Stadt in diesem Jahr »Nein« zu den Spielen der Reichen. Es ist zudem das zweite Mal innerhalb von zwei Jahren, dass die deutschen Eliten aus Wirtschaft, Politik und Sport bei dem Versuch gescheitert sind, das Mega-Event nach Deutschland zu holen.

Die Sprecherin der Revolutionären Linken Hamburg (RLH), Christin Bernhold, erklärt zum Erfolg der Olympia-Gegnerinnen und -Gegner: »Wir freuen uns über den Ausgang des Referendums. Die Hamburgerinnen und Hamburger haben sich von der weitgehend argumentfreien PrOlympia-Kampagne von Handelskammer, Senat und bürgerlichen Parteien nicht an der Nase herumführen lassen. Viel Geld für Werbung und Stimmungsmache haben nicht ausgereicht, um den Menschen die Umverteilung von unten nach oben schmackhaft zu machen. Die Mehrheit der Lohnabhängigen hat die Argumente abgewogen und entsprechend ihren eigenen Interessen votiert.«

Ferner konstatiert Bernhold: »Mit Olympia ist auch die Agenda des rot-grünen Senats von Olaf Scholz gescheitert. Leider wird aber das Ende von Olympia nicht das Ende der neoliberalen Standortpolitik sein, die nicht dem Gros der Bevölkerung, sondern in erster Linie Kapitalinteressen dient. So ein Sport-Spektakel ist nicht das einzige Problem der Stadt, in der die sozialen und ökologischen Widersprüche täglich sichtbarer und greifbarer werden. Deshalb müssen wir uns jetzt dafür einsetzen, dass auf diesen kleinen erfreulichen Etappensieg weitere folgen. Dafür gilt es in Zukunft zu kämpfen.«

Die Revolutionäre Linke Hamburg (RLH) bedankt sich bei allen, die sich aktiv an der Arbeit gegen das Klassen-Projekt Olympia beteiligt haben.