Wahlkampf der Sandinisten. Foto: La Nueva Radio YaBei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nicaragua zeichnete sich am Sonntag eine hohe Wahlbeteiligung ab. Wie der Rundfunksender Radio La Primerísima unter Berufung auf die Universitären Wahlbeobachter (OEU) berichtete, gab es eine »exzellente Beteiligung« an der Abstimmung. Der Ingenieur Telemaco Talavera rief die Bevölkerung bei einer Pressekonferenz auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Er hob den bislang friedlichen, ruhigen und geordneten Verlauf der Wahlen hervor.

Etwa 4,34 Millionen Menschen sind in dem zentralamerikanischen Land zur Stimmabgabe aufgerufen. Alle Umfragen sahen Amtsinhaber Daniel Ortega mit großer Mehrheit vorn, er könnte zwei Drittel der Stimmen erreichen. Auch die Boykottaufrufe der Opposition verpufften offenbar, wie die hohe Beteiligung zeigt. Neben dem Staatschef und seinem Stellvertreter wählen die Nicaraguaner die 90 Abgeordneten der Nationalversammlung und die 20 Vertreter im Zentralamerikanischen Land. Im Parlament dürfte die Sandinistische Nationale Befreiungsfront (FSLN) eine deutliche Mehrheit erreichen.

Die Wahllokale schließen um 1 Uhr nachts MEZ, mit ersten Ergebnissen wurden gegen 6 Uhr morgens (MEZ) gerechnet.

Quelle: Radio La Primerísima / RedGlobe