Gedenken trotz Schändung am Samstag in Dortmund. Foto: DKP DortmundIn Dortmund haben mutmaßliche Neofaschisten den zu Ehren von zwölf gefallenen Dortmunder Kämpfern gegen den Kapp-Putsch 1920 errichtete Gedenkstein auf dem Nordfriedhof der Ruhrmetropole mit der Drohung »Rotfront zerschlagen – Freikorps« beschmiert. Jedes Jahr im März gedenkt die DKP Dortmund an dieser Stelle der Opfer der Reaktion. Das diesjährige Gedenken fand am vergangenen Samstag, 25. März, statt. Offenbar genau in der Nacht zuvor hatten die Faschisten den Gedenkstein geschändet.

Es ist nicht das erste Mal, dass Neonazis durch Provokationen deutlich machen, wie wichtig und aktuell das antifaschistische Gedenken auch heute noch ist. Schon vor sechs Jahren hatte es – ebenfalls im zeitlichen Vorfeld der Gedenkkundgebung – eine Schändung des Denkmals gegeben. Damals war der Stein mit Farbe besudelt und mit einem Hakenkreuz beschmiert worden. Die Stadt ließ den Stein damals reinigen. Anschließend restaurierten DKP-Genossen die in den Stein gemeißelten Hammer- und Sichel-Symbole und Inschriften mit Gedenkstein für die Opfer des Kapp-Putsches 1920 in Dortmund. Foto: DKP Dortmundfrischer roter Farbe.

Der Gedenkstein wurde im Jahr 1929 von der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) errichtet. Dr. Högl, der vorletzte Dortmunder Stadtarchivar, schrieb in der Zeitschrift des Historischen Vereins zu dem Denkmal: »›Wir werden Euer Werk vollenden‹, so lautet kämpferisch die von Hammer und Sichel umrahmte, eingemeißelte Inschrift. Für uns Nachgeborene gilt es, dieses Unikat eines Denkmals aus der Weimarer Republik als Erinnerungsort im Gedächtnis der Stadt zu bewahren und für die Nachwelt zu erhalten.«

Die Patenschaft zur Pflege dieser Gedenkstätte wurde von der DKP Dortmund übernommen. Doris Borowski, stellvertretende Vorsitzende der DKP Dortmund, stellte klar: »Die DKP wird das ihr mögliche dazu beitragen, diesen Kampf zu verstärken. Dem Auftrag des Grundgesetzes, alle faschistischen Organisationen zu verbieten und aufzulösen, muss endlich nachgekommen werden.«

Quelle: DKP Dortmund / RedGlobe