Friedenskonzert gegen Kriegsgefahr

Jorge Rodríguez. Screenshot; TeleSur / RedGlobeVenezuelas Regierung antwortet mit einem zweitägigen Friedenskonzert am 22. und 23. Februar direkt an der Grenze auf die anhaltenden Provokationen aus Kolumbien. Wie Informationsminister Jorge Rodríguez am Montag mitteilte, soll die Musiikveranstaltung am Freitag und Sonnabend auf der Internationalen Simón-Bolívar-Brücke stattfinden, die den Grenzübergang zwischen Venezuela und Kolumbien bildet. Zugesagt hätten bereits zahlreiche nationale und internationale Künstler, sagte er. Namen nannte er allerdings noch nicht.

Parallel zu dem Konzert unter dem Motto »Nichts für den Krieg – Hände weg von Venezuela« sollen 20.000 CLAP-Lebensmittelpakete verteilt werden, gezielt auch an die Einwohner der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta. Von dort aus wollen die USA und ihre Verbündeten am Wochenende die »humanitäre Hilfe« nach Venezuela bringen – während zugleich 300.000 Einwohner Cúcutas selbst arm sind und zehn Prozent der Bevölkerung unter extremer Armut leiden. »Die wirkliche humanitäre Krise erlebt die Bevölkerung von Cúcuta«, erklärte Rodríguez. Deshalb wolle das Volk Venezuelas den Menschen auf der anderen Seite der Grenze solidarisch beistehen. Angeboten werden sollen auch kostenfreie medizinische Behandlungen.

Am Freitag soll auf der kolumbianischen Seite der Grenze ebenfalls ein Konzert stattfinden, mit dem Stimmung gegen die Regierung in Caracas gemacht werden soll. Für den 23. Februar hat der Putschist Juan Guaidó angekündigt, dass an diesem Tag »so oder so« die in Lagerhallen in Cúcuta gehortete »humanitäre Hilfe« durch Freiwillige nach Venezuela gebracht werden soll. Die Lage in der Grenzregion ist angespannt, da Venezuelas Sicherheitskräfte in diesem Zusammenhang mit Provokationen rechnen.

Quelle: MiPPCI / RedGlobe

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