Offizier in Haft verstorben

In Venezuela ist ein wegen der Beteiligung an einem Putschversuch angeklagter Offizier während einer Vernehmung vor Gericht zusammengebrochen und verstorben. Die Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, um die Umstände des Todes von Rafael Acosta Arévalo aufzuklären. In oppositionellen Medien wurde berichtet, dass der Korvettenkapitän im Gewahrsam der militärischen Spionageabwehr DGCIM gefoltert worden sein soll. Von offizieller Seite gab es dazu bislang keine Stellungnahme.

Verteidigungsminister Vladimir Padrino López teilte in einem offiziellen Kommuniqué der Streitkräfte mit, dass der Offizier am vergangenen Freitag dem Militärrichter im Stützpunkt Fuerte Tiuna vorgeführt worden sei. Noch vor Beginn der Anhörung sei er zusammengebrochen, woraufhin er auf Anordnung des Richters sofort in das Militärkrankenhaus »Dr. Vicente Salias« gebracht worden sei. Obwohl die dortigen Ärzte versucht hätten, das Leben des Offiziers zu retten, sei er dort verstorben. Daraufhin seien die Kriminalpolizei CICPC und die wissenschaftlich-technische Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft eingeschaltet worden, um die gerichtsmedizinische Untersuchung vorzunehmen und die möglichen Todesursachen festzustellen.

Auch Staatspräsident Nicolás Maduro verlangte eine gründliche Untersuchung der Vorgänge.

Quellen: Aporrea.org, MPPRE / RedGlobe

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