Zellteilung in Berlin-Kreuzberg

Am Sonnabend, dem 27.07.2019 kam es in Berlin Kreuzberg auf dem »Radical Queer March«, einer versprengten Variante des einst so großen »Transgenialen Christopher Street Day« zu einem Zwischenfall unter Teilnehmern der Demo.

Kaum war man vom Mariannenplatz gestartet, verkündeten die Menschen auf dem zugführenden Lautsprecherwagen, dass sie sich vom weiter hinten laufenden Block der pro-palästinensischen BDS distanzieren.

Sie forderten diese auf, sich vom ohnehin schon winzigen Demozug abzutrennen. Davon bekam natürlich auch die anwesende Polizei Wind und griff dem vor, indem Sie kurzerhand eine Hundertschaft wie eine Linie mitten durch die Demo zog.

Dies geschah unter sichtlichem Kopfschütteln der übrigen Teilnehmer der Demonstration. Vermutlich ob der Absurdität in Bezug auf das propagierte Motto des Abends: Entschlossen gegen Queerfeindlichkeit, Repression und Staatsgewalt.

Die Staatsgewalt jedenfalls reagierte entschlossen auf den Ruf aus dem Lautsprecherwagen. Die Menschen darin schauten hilflos oder willentlich zu. Und versuchten mit verschiedenen Aussagen ihren Selbstläufer zu relativieren.

Einige Kritiker des linken Sektierertums würden diese schlechte Posse als »Zellteilung« polemisieren. Völlig zu Recht!

Quelle:

DKP queer

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