Ein ehrliches „Danke, Kuba!“

Die Mole Antonelliana ist eines der Wahrzeichen Turins und ganz Italiens. Es wurde zwischen 1863 und 1889 erbaut und nach seinem Architekten Alessandro Antonelli (1798−1888) benannt. Außerhalb Italiens mögen viele die Hintergründe und die Geschichte des Gebäudes, das heute ein Museum beherbergt, nicht kennen, dennoch hatte mit großer Wahrscheinlichkeit fast jeder in der EU schon einmal physischen Kontakt mit einem Abbild davon – die Mole Antonelliana ist nämlich auf dem italienischen 2‑Cent-Stück abgebildet.

Schon oft wurde das „riesige Gebäude“ (denn nichts Anderes bedeutet „mole“ in diesem Fall) bzw. die Kuppel des einst zweithöchsten begehbaren Bauwerks der Welt zu festlichen Anlässen beleuchtet, noch nie aber im Namen eines anderen Landes. Diese große Ausnahme gebührte nun den Ärztinnen und Ärzten aus Kuba, die in der Phase der zugespitzten CoViD-19-Krise in Italien Großes geleistet haben. Die Kuppel der Mole Antonelliana zeigt nun die rotblaue Aufschrift „Grazie Cuba“, darunter die kubanische Flagge und zwei Freundschaftshände in Herzform.

Die in Turin eingesetzte Henry-Reeve-Brigade bestand aus 38 Fachärztinnen und ‑ärzten sowie 18 Krankenpflegerinnen und ‑pflegern. Sie befindet sich nun wieder auf ihrer Heimatinsel und trat gestern ihre verordnete Quarantäne-Zeit an, um Kuba keiner weiteren Ansteckungsgefahr auszusetzen. Das kubanische Gesundheitsministerium berichtete, dass die im Piemont eingesetzte Brigade mehr als 5.100 medizinische Eingriffe und 29.000 krankenpflegerische Maßnahmen durchgeführt habe. Dabei wurden mehr als 170 Patienten kuriert, nur ein Todesfall musste verzeichnet werden.

Momentan befinden sich weltweit 39 solcher freiwilligen Ärzte-Brigaden in 33 verschiedenen Ländern im Einsatz.

Quellen: FarodiRoma/CubaDebate

Quelle:

Zeitung der Arbeit

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