Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kündigt für die folgende Kalenderwoche eine deutliche Ausweitung der Arbeitsniederlegungen an. Es wird in allen Regionen Bayerns halb- bis zweitägige Warnstreiks geben. „Wir wer-den quer durch die Dienststellen zu Arbeitsniederlegungen aufrufen“, erklärte Norbert Flach, stv. Landesbezirksleiter bei ver.di Bayern. Davon werden Stadtwerke ebenso betroffen sein wie Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Stadtreinigung, Müllabfuhr, Bauhöfe, Gartenbau, Bibliotheken, Sparkassen und vieles mehr.

„Allein die öffentlichen Arbeitgeber haben es zu verantworten, dass es zu einer Eskalation der Tarifauseinandersetzung kommt. Sie ist unnötig wie ein Kropf“, so Norbert Flach.

„Aber es kann und darf nicht sein, dass die Beschäftigten, die den Laden am Laufen gehalten haben, jetzt mit Brosamen abgespeist werden sollen“, kritisierte Flach. Ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst halte die Gesellschaft zusammen – und den gebe es nur mit motivierten und wertgeschätzten Mitarbeiter*innen.

„Die Arbeitgeber hätten es in der Hand gehabt, mit alten Ritualen zu brechen und im zweiten Verhandlungstermin ein vernünftiges Angebot unterbreiten können. Stattdessen setzen sie auf Zeit“, kritisierte Flach: „Trotz der schwierigen Zeit müssen die Beschäftigten deshalb mit Arbeitsniederlegungen antworten. Wir werden aber natürlich dabei darauf achten, dass die Belastung für die Bürger gering bleibt – aber das geht bei öffentlichen Dienstleistungen eben nur bedingt“.

Quelle:

ver.di Bayern