Für Sonnabend, den 26. September 2020 hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten auf den Recyclinghöfen der Berliner Stadtreinigung (BSR) zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Kunden der BSR müssen damit rechnen, dass Höfe entweder komplett geschlossen sind oder es bei der Abfertigung zu Verzögerungen kommt. Dieser Warnstreik steht im Zusammenhang mit den zurzeit laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst. Bei der Berliner Stadtreinigung gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), über den gerade bundesweit verhandelt wird. Da auch die zweite Verhandlungsrunde am vergangenen Wochenende ergebnislos verlaufen ist, gibt es bundesweit Warnstreiks, um die Arbeitgeberseite zur Ausarbeitung und Vorlage eines verhandlungsfähigen Angebotes zu bewegen.

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde Gehaltserhöhungen von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich. Außerdem werden die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro sowie Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden und Angleichung des Erholungsurlaubes an das Niveau der Beschäftigten gefordert.

Für eine Reihe von Landesbetrieben, zu denen BSR und die BWB gehören, gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bzw. der Tarifvertrag Versorgung (TV-V), die zurzeit bundesweit verhandelt werden. Die Beschäftigten bei Senat oder Bezirken werden hingegen nach dem Tarifvertrag für die Landesbeschäftigten bezahlt, sie sind von der laufenden Tarifrunde nicht betroffen.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg