Den 200. Geburtstag von Friedrich Engels feierten am Samstag ca. 300 Menschen aller Altersgruppen, unabhängige Einzelpersonen sowie aus verschiedenen Organisationen, mit der vom „Engelsbündnis“ ausgerichteten Engels-Demonstration in seinem Geburtsort, heute Wuppertal-Barmen in der BRD.

Die Veranstalter schätzen die Demonstration unter Pandemie-Bedingungen als einen großen Erfolg. „Er zeigt, dass das Werk von Engels, unabhängig von jedem Versuch der Vereinnahmung und Verdrehung durch die Stadt Wuppertal und das Land NRW, wirkt und heute eine zunehmend große Bedeutung für die Menschen hat“ schreibt das Engelsbündnis in einer Aussendung, und weiter:

Das Engelsbündnis organisiert seit 2015 Veranstaltungen zur Würdigung von Friedrich Engels. Hier habe es nie erwähnenswerte Vorfälle gegeben, berichtet das Bündnis. Dies gestaltete sich am vergangenen Novemberwochenende anders, in seiner Presseerklärung berichtet das Bündnis, dass sich die Polizei bereits zu Beginn der Demonstration „außerordentlich willkürlich und aggressiv“ zeigte. „Sie provozierte die Kundgebungsteilnehmer, hielt die zu große Demonstration auf zu kleiner Fläche vor dem Bahnhof in Barmen gegen die Bitte der Versammlungsleitung zusammen und verzögerte den Aufbruch.“

Weiter heißt es, dass Verwarnungen wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot selbst Kindern (wir sprechen nicht von Jugendlichen) angedroht wurde, da diese bei den winterlichen Temperaturen Kapuzen trugen. „Die Polizeivertreter drohten fortgesetzt mit der Auflösung der Demonstration. Währenddessen ereignete sich ein Übergriff auf unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bei dem die Polizei mit brutaler Gewalt in die Demonstration eindrang und unmittelbar Schlagstöcke einsetzte. Die Demonstrantinnen und Demonstranten zeigten sich jedoch hoch diszipliniert und wiesen den Angriff der Polizei ab“, so das Bündnis weiter. „Im Verlauf der Demonstration durch die Innenstadt und der Zwischenkundgebung vor dem Rathaus in Barmen hielt sich die Polizei erkennbar zurück, verstärkte dann aber anlasslos ihre Präsenz zur Abschlusskundgebung im Engels-Garten und stellte sich an mehreren Punkten in Reihen um den Engels-Garten herum auf. Im Verlauf der Demonstration baute die Polizei ein Drohszenario gegenüber der Kundgebung auf. Dennoch scheiterte die Polizei mir ihren Provokationen und Kriminalisierungsversuchen. Es ist nicht gelungen, die Würdigung von Friedrich Engels als Revolutionär und Kommunist zu verhindern.“

Die Veranstalter protestierten gegen das unmögliche Benehmen der Polizei und fordern von der Stadt Wuppertal und der Polizei eine Erklärung.

Quelle: FB/Engelsbündnis

Quelle: Zeitung der Arbeit – Polizeigewalt gegen Engels-Gedenken in Wuppertal