Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tageszeitung „nd“ haben am Samstag in Berlin die nd.Genossenschaft auf den Weg gebracht. Im Redaktionsgebäude am Franz-Mehring-Platz 1 konstituierte sich mit der Gründungs- und ersten Generalversammlung die neue Existenzform der Zeitung; die ersten Genossenschaftsanteile wurden gezeichnet. Das Vorhaben wird nun dem Prüfungsverband der kleinen und mittelständischen Genossenschaften vorgelegt.

Wenn der in rund drei Monaten sein Okay gibt, wird das „nd“ im neuen Jahr der Belegschaft und den Leserinnen und Lesern gehören. Die neue Unternehmensform war auch eine Notwendigkeit, weil die bisherigen Gesellschafter, die Partei Die Linke und die Communio eG, im März angekündigt hatten, sich vom „nd“ zurückzuziehen. „Wir alle haben natürlich Bammel vor der riesigen Verantwortung. Aber wegdrücken geht nicht, dafür ist das ’nd‘ als linke Zeitung zu wichtig“, sagt Ines Wallrodt, Mitglied der Chefredaktion, die zusammen mit Georg Ramsperger (Layout) und Matthias Ritter (Abo-Service) den Interimsvorstand stellt.

Quelle: nd.DerTag / nd.DieWoche (ehemals Neues Deutschland) – Belegschaft beschließt offiziell Gründung der nd.Genossenschaft