Die brasilianische Oppositionspolitikerin Talíria Petrone (PSOL) kritisiert die vielen Schikanen, die ihre Parlamentsarbeit begleiten: „Ein Teil unserer Arbeit verbringen wir damit, Angriffe abzuwehren“, erklärte sie gegenüber der Tageszeitung „nd.DerTag“ (Montagausgabe). „Es gibt Attacken in den sozialen Medien, aber auch konkrete Angriffe auf unsere Parteibüros. Außerdem erlebe ich symbolische Gewalt. Hier im Abgeordnetenhaus wird mir oft am Eingang der Zutritt verweigert.“

Frauen stellten im Parlament nur 15 Prozent der Abgeordneten, schwarze Frauen noch nicht mal zwei Prozent. „Für viele ist es nicht normal, dass ich Abgeordnete bin“, sagte Petrone, die eine „schwere Krise der Demokratie“ ausmacht. Als Grund dafür nennt sie, dass sich Brasilien bisher nicht seiner Vergangenheit gestellt habe. „Brasilien hat drei Jahrhunderte der Sklavenzeit durchlebt und hatte mehr als eine Diktatur. Das hat tiefe Spuren hinterlassen“, so die Abgeordnete.

Quelle: nd.DerTag / nd.DieWoche (ehemals Neues Deutschland) – „nd.DerTag“: Brasilianische Oppositionspolitikerin Talíria Petrone beklagt Schikanen im Parlament