Im vergangenen Jahr sind 3.063 Luxemburger migriert und haben ihren Wohnsitz ins meist grenznahe Ausland verlegt, heißt es in einer in dieser Woche veröffentlichten Studie des nationalen Statistikamtes. Dennoch sei die Einwohnerzahl bis zum Stichtag 1. Januar 2022 um 10.667 Personen (1,7 Prozent) auf 645.397 gestiegen. 325.064 Einwohner seien männlich, 320.333 weiblich und »nichtbinäre Geschlechtsidentitäten« scheint der Statec noch nicht zu kennen.

Bei 6.690 Lebendgeburten und 4.489 Sterbefällen betrage der natürliche Saldo 2.201 Personen. Hinzu komme ein Migrationssaldo von 9.376 Personen. Damit, so der Statec, hätten Immigranten 2021 zu 87,9 Prozent zum Bevölkerungswachstum beigetragen. Das habe im vergangenen Jahr über den 1,4 Prozent im ersten Coronajahr 2020, aber unter den Vorpandemiewerten von zwei bis zweieinhalb Prozent Bevölkerungswachstum pro Jahr gelegen.

Das Durchschnittsalter der weiblichen Einwohner betrug am 1. Januar 40,4 Jahre, das der männlichen 39,0 Jahre. Wobei ausländische Einwohner im Durchschnitt deutlich jünger seien als luxemburgische: Eine luxemburgische Frau sei durchschnittlich 42,4 Jahre alt, eine ausländische nur 38,1 Jahre. Bei Männern sei der Unterschied hingegen nicht so groß (40,0 gegenüber 38,0 Jahre).

Den eingangs genannten 3.063 »luxemburgischen Migranten« stünden 1.577 »luxemburgische Immigranten« gegenüber, also Luxemburger, die im vergangenen Jahr aus dem Ausland in ihr Heimatland zurückgekehrt sind. Der sich daraus ergebende negative Migrationssaldo liegt bei 1.486 Personen – deutlich mehr als in den Vorjahren.

Dazu sollte man wissen, daß – ebenfalls laut dem Statec – der durchschnittliche Quadratmeterpreis auf dem hiesigen Wohnungsmarkt im zweiten Trimester 2021 (verglichen mit dem zweiten Trimester 2020) nochmals um fast ein Fünftel (19,1 Prozent) gestiegen ist. Auch im jüngsten »Eurobarometer« der EU-Kommission, für das bis Anfang Februar 501 Einwohner befragt wurden, ist der Anteil jener, die sagen, die Situation auf dem Wohnungsmarkt gehöre zu den beiden drängendsten Problemen des Landes, um zehn Prozentpunkte auf nun über die Hälfte (54 Prozent) gestiegen.

Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek