Schließung von Al Jazeera verlängert

Übernommen von Zeitung der Arbeit:

Tel Aviv. Ein israelisches Gericht hat die Verlängerung der staatlich verordneten Schließung des katarischen Fernsehsenders Al Jazeera um weitere 45 Tage genehmigt, wie israelische Presseberichte gestern (Donnerstag) berichten.

Ein Gericht in Tel Aviv genehmigte den Antrag von Kommunikationsminister Shlomo Karhi unter Berufung auf angebliche „nationale Sicherheitsgründe“. Es könnte jedoch in Wirklichkeit eher darum gehen, mehr Kontrolle über die Medien zu haben und Enthüllungen über Verbrechen der israelischen Armee im Gazastreifen zu verhindern.

In der vergangenen Woche hatte die israelische Justiz bereits die Aussetzung der Ausstrahlung aller Netzinhalte in Israel für 35 Tage bestätigt.

Am 5. Mai führten die israelischen Behörden eine Razzia in einem Hotelzimmer in Jerusalem durch, das als Büro von Al Jazeera genutzt wurde, und erklärten, dass sie den Betrieb einstellen würden, solange der Krieg in Gaza andauere. Sie warfen dem Fernsehsender vor, zu Feindseligkeiten gegen Israel aufzustacheln. „Al Jazeera“ bezeichnete die Anschuldigungen als „gefährliche und lächerliche Lügen“, die seine Journalistinnen und Journalisten in Gefahr brächten. Es kommt immer wieder zu Übergriffen und Angriffen auf und gegen Journalistinnen und Journalisten, ein prominentes Beispiel war 2022 Shireen Abu Akleh. Pressefreiheit wird nicht großgeschrieben von Israel. Drei Viertel aller 2023 weltweit getöteten Journalisten starben im Gaza-Krieg

Quelle: 902.gr

 

Quelle: Zeitung der Arbeit