Japans Gesundheitspersonal rebelliert gegen Olympische Spiele

Nachdem die ursprünglich für 2020 geplanten, 32. Olympischen Sommerspiele bereits im Vorjahr verschoben wurden, beharren die Organisatoren auf einer Austragung im heurigen Juli und August. Für das Milliardenevent werden enorme Gesundheitsrisiken in Kauf genommen. Allein bei einer überschaubaren Fackelzeremonie in Kagoshima (Südwestküste Kyushus) Ende April steckten sich sechs Mitarbeiter der lokalen Behörden mit dem Coronavirus an. Das feuchte, heiße Hochsommer-Klima in der Großregion Tokio ist ohnehin Garant für diverse Hitzeschäden bei AthletInnen, Personal und Fans.

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Zehn Jahre Reaktorkatastrophe in Fukushima

Gestern vor zehn Jahren kamen infolge eines Erdbebens sowie eines dadurch ausgelösten Tsunamis im Nordosten Japans 19.000 Menschen ums Leben. In der betroffenen Region lagen auch Atomkraftwerke, unter anderem das Kraftwerk Fukushima Daiichi. Aufgrund von mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen, Fehlkonstruktionen sowie fahrlässigen Entscheidungen der Betreiberfirma Tepco führte die Naturkatastrophe zu Wasserstoffexplosionen sowie Kernschmelzen in drei der sechs Reaktoren. Die Region sowie das Meerwasser wurden mit radioaktivem Material kontaminiert, die Partikel sind nach wie vor weltweit nachweisbar. Doch halb so wild, wenn man der EU-Kommission glauben möchte: Sie erhöhte damals kurzerhand die Cäsium-134-Grenzwerte…

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Weckruf mit Todesfolge

Lange war Fukushima nicht in den Schlagzeilen. Dabei sind dort bis heute gewaltige Mengen an Boden, Wasser und Bauschutt verseucht, die Entsorgung der Abfälle wird Experten zufolge weitere 30 Jahre dauern. Nun, genau zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe, ausgelöst durch einen gigantischen Tsunami infolge eines Seebebens, erinnern Atomkraftgegner weltweit an den GAU in dem Ort an der Ostküste des durch extreme seismische Aktivität gekennzeichneten Inselstaats Japan. Vor allem mahnen sie, dass solche Katastrophen jederzeit wieder passieren können. Während Atomkraftbefürworter zuvor behauptet hatten, ein Desaster wie im damaligen sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl…

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Brüchige Allianz

Es war ein Fehlschlag. Das Treffen der Außenminister Australiens, Indiens, Japans und der USA in Tokio produzierte kein vorzeigbares Ergebnis. Die vier Staaten, von den US-Medien schon als QUAD (Quadrilateral Security Dialog), als Vorläufer und Nukleus einer asiatischen NATO gefeiert, sollten eine Art gemeinsame Abwehrfront gegen die Volksrepublik China errichten. Die „Asia Times“ titelte: „,Asia Nato‘-Plan totgeboren beim Tokioter QUAD-Meeting“.

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Japans Premierminister Shinzō Abe zurückgetreten

Der japanische Premierminister Shinzō Abe gab am vergangenen Freitag seinen Rücktritt bekannt. Er war von 2006 bis 2007 und abermals seit 2012 Regierungschef in Tokio für die Liberaldemokratische Partei. Diese kann als Schwesterpartei der ÖVP oder von CDU/CSU gesehen werden, Abe selbst gilt als Vertreter des äußerst rechtskonservativen, nationalistischen, aber auch radikalkapitalistischen Flügels.

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Vor 75 Jahren: Atomwaffen auf Japan – Atomare Abrüstung bleibt auf der Tagesordnung

Die FIR erinnert an eine der schlimmsten Kriegseinsätze zu Lasten der Zivilbevölkerung des Zweiten Weltkrieges. Am 6. August 1945 wurde die japanische Stadt Hiroshima und am 9. August die Stadt Nagasaki durch atomare Waffen weitgehend zerstört, insgesamt starben durch den Bombenabwurf und in den ersten Monaten danach als direkte Folge der atomaren Strahlung etwa 250.000 Menschen. Bis heute haben die wenigen Überlebenden dieses Kriegseinsatzes mit schweren gesundheitlichen Schädigungen zu kämpfen.

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Historischer Moment

Es ist nicht wirklich überraschend, daß sich ein Papst für die Erhaltung des Lebens ausspricht, und gegen den Krieg und die Waffen, die dazu genutzt werden können – zumindest in unserer modernen Zeit. Überraschend und sehr zu begrüßen ist es jedoch, wenn das Oberhaupt der katholischen Kirche extra nach Hiroshima und Nagasaki reist, um am Ort der gewaltigen Kriegsverbrechen der USA einen Appell für die Abschaffung aller Atomwaffen zu verkünden. Vergleichbares hat es in der jüngeren Geschichte nicht gegeben, und so ist dieser Auftritt von Papst Franziskus durchaus ein historischer…

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Gedenken und Mahnung

Heute jährt sich zum 74. Mal ein Kriegsverbrechen, das immer noch ungesühnt ist, und das eine neue Ära in der Waffentechnik begründete: die Zerstörung von Hiroshima durch eine Atombombe der USA. Durch die Forschungsarbeit einer Gruppe von Wissenschaftlern, die zumeist politische Immigranten waren und die sich und ihr Wissen in den Dienst der USA gestellt hatten, war es gelungen, einen Atomkern zu spalten, und auch die riesige Zerstörungskraft zu entdecken, die mit der Spaltung einherging.

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PdA zum Hiroshimatag: Profiteure der Mordsmaschinerie entmachten!

Als die USA vor 73 Jahren die Atombombe über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki abwarfen, hatte dies vor allem den Zweck, der Welt zu demonstrieren, welche Monsterwaffe für den Massenmord man entwickelt hatte. Bis heute leiden die Menschen in Japan noch immer an den Folgen. Die US-Regierung demonstrierte damit auch, dass es kein Verbrechen gibt, vor dem der Imperialismus zurückschreckt, wenn seine Vormachtstellung und die Profite seines Militärisch-industriellen Komplexes es seiner Meinung nach erfordern. Dass es seither zu keinem weiteren Einsatz von Atomwaffen kam, ist einer seit den 1940-er…

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Voreilige Unterzeichnung von JEFTA bedroht Verbraucherschutz und erhöht Privatisierungsdruck “

„Vertreter der Europäischen Union haben den umfassendsten Freihandelsvertrag ihrer Geschichte unterzeichnet – ohne dass die Folgen dieses Abkommens angemessen in den Parlamenten beraten wurden. Auch die Bundesregierung hat sich auf europäischer Ebene nicht dafür eingesetzt, dass der Bundestag die Zeit erhält, sich angemessen mit den drohenden Folgen für den Verbraucherschutz und die öffentliche Daseinsvorsorge zu beschäftigen. Offensichtlich hatten die Regierungsparteien Angst vor einer umfassenden und transparenten Debatte. So leisten CDU/CSU und SPD der europäischen Integration einen Bärendienst“, kommentiert Pascal Meiser, Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bundestages für die Fraktion DIE LINKE,…

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