Günter Pappenheim: Zum 75. Jahrestag der Befreiung und Selbstbefreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald am 11. April 2020

Liebe Kameradinnen und Kameraden, liebe Freundinnen und Freunde, Weggefährten, meine Damen und Herren! In einer außergewöhnlichen Situation äußere ich mich. Die Corona – Pandemie hat die Welt in den Griff genommen. Um Menschen vor dem Virus Corvid-19 zu schützen, sind vielfältige Maßnahmen getroffen worden. Unter diesen Bedingungen über die Befreiung der Häftlinge des faschistischen deutschen Konzentrationslagers Buchenwald zu sprechen, ohne in die Gesichter der Menschen sehen zu können, die angesprochen werden sollen, ist für mich eine neue Situation. Es wird keine herzlichen, kameradschaftlichen Begrüßungen, keine Begegnungen geben, keine Gespräche miteinander…

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Ostdeutsche bezahlten für Währungsunion einen hohen Preis

Die Ostdeutschen haben nach Ansicht der Ökonomin Christa Luft für die Wirtschafts- und Währungsunion vor 30 Jahren einen hohen Preis bezahlt. Neben dem Zugang zu größeren Konsummöglichkeiten folgten aus der Einführung der D-Mark in der DDR „Arbeitslosigkeit, Entwertung von Biografien, Enteignung vom Volkseigentum. Und ein Leben in einer Marktgesellschaft, in der auch Güter der Daseinsvorsorge kommerzialisiert wurden“, schreibt die DDR-Wirtschaftsministerin der Wendezeit in einem Beitrag für die Tageszeitung „neues deutschland“ (Mittwochausgabe).

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Im Namen von Freiheit, Frieden und Wahrheit – gegen Faschismus und Krieg

Gemeinsame Erklärung der kommunistischen und Arbeiterparteien zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus Der Sieg über den Nazifaschismus im Zweiten Weltkrieg ist ein bedeutendes Ereignis der Geschichte, dessen Erinnerung bewahrt und gegen wiederholte Versuche der Geschichtsverfälschung verteidigt werden muss, die darauf abzielen, die entscheidende Rolle der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, der Kommunisten und der Antifaschisten in der ganzen Welt vergessen zu machen.

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Dem Faschismus das Genick gebrochen

Die Politisierung der Geschichte auf dem Wege ihrer Verfälschung hört nicht auf. Zum Zwecke der Rechtfertigung der aktuellen Politik, die vom Streben nach Sicherung des Kapitalismus und Errichtung einer „Neuen Weltordnung“ durch zunehmende Konkurrenz der kapitalistischen Großmächte geprägt ist, wird auch die Geschichte des zweiten Weltkrieges im Sinne des Antikommunismus und der Russophobie moduliert.

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Gedenkstättenstiftung lädt zu einem Online-Programm anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager ein

Mit einem „virtuellen 75. Jahrestag“, der in den Social-Media-Netzwerken und auf der Homepage der Gedenkstättenstiftung stattfinden wird, erinnern die Gedenkstätten Sachsenhausen, Ravensbrück, Below und Brandenburg-Görden an die Befreiung der Häftlinge der Konzentrationslager und anderer Haftorte vor 75 Jahren. Dazu werden am 19. April zahlreiche Videobotschaften von Überlebenden und Politikern veröffentlicht, aber auch Clips über künstlerische und pädagogische Projekte, die Bestandteile der ursprünglich geplanten Veranstaltungsprogramme waren, die in der Zeit vom 17. bis 21. April in den Gedenkstätten Below, Sachsenhausen und Ravensbrück sowie am 26. April in der Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden…

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Vor 75 Jahren: Selbstbefreiung des KZ Buchenwald

Die FIR erinnert in diesen Tagen an die Selbstbefreiung des KZ Buchenwalds durch den Häftlingswiderstand am 11. April 1945. Dieses Ereignis ist symbolisch für den Erfolg des gemeinsamen antifaschistischen Handelns. Bereits im Jahre 1943 beauftragte das illegale Internationale Lagerkomitee (ILK) der Häftlinge im KZ Buchenwald, in dem belgische, deutsche, französische, italienische, polnische, sowjetische und tschechische Antifaschisten zusammenarbeiteten, politisch zuverlässige Häftlinge zum Selbstschutz eine Militärorganisation aufzubauen. Unter Leitung des deutschen Kommunisten Otto Roth wurden insbesondere deutsche, französische und sowjetische Häftlinge hierfür ausgebildet. Über Monate hinweg wurden Waffen und Munition aus den…

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Faschistische Massenverbrechen zum Kriegsende

Die FIR und ihre Mitgliedsverbände erinnern in diesen Tagen nicht nur an die Befreiung ihrer Länder von der faschistischen Herrschaft, sondern auch an die ungezählten Opfer, die der deutsche Faschismus in den letzten Tagen seiner Herrschaft zu verantworten hatte. Mit dem Heranrücken der alliierten Streitkräfte wurden auch die Konzentrationslager und Haftstätten geräumt. Tausende Häftlinge wurden entweder auf Todesmärsche in die noch nicht besetzten Gebiete geschickt oder bei der Evakuierung grausam ermordet. Ihnen fielen Häftlinge und Zwangsarbeiter aus vielen Ländern zum Opfer. Wir erinnern an drei dieser Massaker: In den Ostertagen…

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75 Jahre bewaffnete Selbstbefreiung – 75 Jahre Schwur von Buchenwald – 75 Jahre ungesühnter Mord an Ernst Thälmann

Ein Blick auf die Gegenwart lässt erschauern. Wir müssen feststellen, dass sich der deutsche Imperialismus mit der EU wieder in die „Ostgebiete“ jenseits der DDR-Außengrenzen aufmacht. Zuerst probehalber mit dem Manöver „Defender 2020“. Aus Mangel an eigenen Kräften hängt er sich an den US-Imperialismus. Eine Konstellation, die sich schon im Jugoslawienkrieg für das deutsche Kapital durchaus gelohnt hat. Warum also jetzt nicht wieder Russland ins Visier nehmen. Russland, das sich in den letzten Jahren unter Putin immer mehr vom Verrat Gorbatschows erholt und sich somit auch allen Vereinnahmungswünschen von Rohstoffen…

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Fünf Bücher der „Kinder des Widerstandes“ erschienen

Dem Widerstand ein Gesicht geben – Zeug/innen der Zeitzeugen melden sich zu Wort Töchter und Söhne sowie Freundinnen und Freunde von Verfolgten des Naziregimes und Widerstandskämpfer/innen melden sich zu Wort und erzählen die Geschichte ihrer Eltern und Vorbilder. Vor einigen Jahren haben sich Alice Czyborra, geb. Gingold, Inge Trambowsky, geb. Kutz, Traute Sander, geb. Burmester und Klara Tuchscherer, geb. Schabrod aus Nordrhein-Westfalen zusammengefunden und damit begonnen, die Geschichten ihrer Familien aufzuschreiben. Sie kommen alle aus Arbeiterfamilien. Ihre Angehörigen hatten Widerstand gegen das Naziregimes geleistet und wurden deswegen verfolgt. Der Gruppe…

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Vor 75 Jahren: Befreiung von Hadamar

In diesem Jahr kann nicht öffentlich an die Befreiung Hadamars gedacht werden. Unsere Gedanken sind bei all jenen Menschen, die sich für eine würdige Gedenkstätte in Hadamar engagieren. Die Gedenkstätte Hadamar erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen. Sie versteht sich als ein Ort des Gedenkens, der historischen Aufklärung und politischen Bildung. Der folgende Text wurde von Gisela Puschmann verfasst. Familienmitglieder wurden Opfer der faschistischen Verbrechen in Hadamar. Gisiela Puschmann ist kooptiertes Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung der Gedenkstätte Hadamar e.V.

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