Eng Sprooch, déi een net versteet

Radioaktive Strahlung ist unsichtbar, man kann sie weder hören oder riechen, noch schmecken oder fühlen. Sie ist so unfaßbar wie die Zeit, die sie überdauert: Das Isotop Plutonium-239 zum Beispiel, das in vielen Kernreaktoren produziert wird, strahlt mehr als 24.000 Jahre, bis es den Punkt erreicht, an dem die Hälfte seiner Atomkerne zerfallen ist. Plutonium-242 hat sogar eine Halbwertszeit von 375.000 Jahren und der radioaktive Zerfallsprozeß von Jod-129 dauert bis zur Halbwertzeit unfaßbare 16 Millionen Jahre.

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Ein Fest der Solidarität

Es war ein Wochenende der Solidarität: Die KPL nahm am 21. und 22. September in Bredene an der belgischen Küste an dem Fest Manifiesta mit einem Informations- und Verkaufsstand teil (unser Foto). Das Fest wird seit zehn Jahren vom Magazin »Solidaire«, das von der Partei der Arbeit Belgiens (PTB) herausgegeben wird, und der Vereinigung »Médecine pour le peuple« organisiert. Mehr als 14.000 Menschen waren an den zwei Tagen nach Bredene gekommen, um sich zu informieren, zu diskutieren und zu feiern.

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Generalstreik in Belgien

Die Mobilisierung in der Arbeitswelt für den Generalstreik, zu welchem die drei größten belgischen Gewerkschaften FGTB, CSC und CGSLB am gestrigen Mittwoch aufgerufen hatten, war beeindruckend. In Belgien ging nichts oder fast nichts mehr, denn die Streikbeteiligung der Lohnabhängigen aus dem Privatsektor und aus dem öffentlichen Dienst war außergewöhnlich groß, insbesondere in der belgischen Hauptstadt.

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Claim The System, Not The Climate!

IN BELGIEN GAB ES RIESIGE PROTESTE GEGEN DEN KLIMAGIPFEL IN POLEN. WIR HABEN UNS MIT DER BELGISCHEN STUDIERENDENORGANISATION COMAC UNTERHALTEN POSITION: WARUM ORGANISIERT IHR IN BELGIEN SO VIEL WIDERSTAND GEGEN DEN KLIMAGIPFEL IN POLEN? WER IST DARAN BETEILIGT UND WARUM IST DAS THEMA FÜR EUCH ALS COMAC SO WICHTIG? Olivier Goessens: Wir machen uns einfach Sorgen darüber, was mit unserem Planeten passiert, und sind wütend darüber, dass die politischen Eliten keine Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen haben, der seit mindestens 1988 bekannt ist. Vom Gipfel fordern wir einen schnellen und…

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Kommunalwahlen in Belgien: Durchbruch der PTB in allen großen Städten

Bei den Kommunalwahlen am 14. Oktober gelang der PTB (Parti du Travail de Belgique), der einzigen Partei, die landesweit in Belgien kandidiert, der Durchbruch in den wichtigsten Städten Flanderns. Sie erzielte ebenso Fortschritte in Brüssel und in der Wallonie. Besonders hervorzuheben sind die Ergebnisse in Brüssel, der Hauptstadt Europas, mit 11,6%; Antwerpen, der zweitgrößten Hafenstadt Europas mit 8,7%; den beiden wichtigsten Städten Walloniens, Lüttich mit 16,3% und Charleroi mit 15,7%; und Gent, der zweitgrößten Stadt Flanderns mit 7,1%.

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Hochrüstung ohne Ende

Am Ende lief alles wie geschmiert beim NATO-Gipfel in Brüssel. Eitel Sonnenschein herrschte bei den »Familienfotos«, aus »erbittertem Streit« wurde lächelnde Einigkeit. Es war auch nicht anders zu erwarten; die zuvor kolportierten Meldungen hatten lediglich die Aufgabe, von den eigentlichen Themen abzulenken und vor allem den Eindruck zu erwecken, man habe am Ende Schlimmeres abgewendet und kann jetzt über das Erreichte erleichtert aufatmen.

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50.000 bei Anti-Atom-Menschenkette

An der Menschenkette gegen die Atomkraftwerke Tihange und Doel und für einen europäischen Atomausstieg haben sich heute nach Zählungen auf allen Streckenabschnitten 50.000 Menschen beteiligt. Dazu Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die die regionalen Organisatoren tatkräftig unterstützt hat: »Wir haben heute den größten Anti-Atom-Protest seit den Demonstrationen nach der Katastrophe von Fukushima erlebt. Immer mehr Menschen nehmen die Bedrohung durch die störanfälligen Reaktoren nicht länger hin und beginnen sich zu wehren.«

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»Kettenreaktion« gegen Tihange

Heute um 14 Uhr startet eine Menschenkette von Tihange in Belgien über das ebenfalls in Belgien liegende Lüttich und Maastricht in den Niederlanden bis nach Aachen in Deutschland. Es werden zehntausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet, die gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 demonstrieren werden. Die Kette wird gemeinsam von belgischen, niederländischen und deutschen Bürgerinitiativen organisiert. Auf den meisten Streckenabschnitten werden bunt gemischt Menschen aus allen drei Ländern stehen.

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Fauler Kompromiss soll CETA retten

In Belgien haben sich die Zentralregierung und die französischsprachigen Regionen auf einen Kompromiss über CETA, das zwischen der EU und Kanada ausgehandelte Freihandelsabkommen, geeinigt. Man habe eine Text formuliert, der den Bedenken der Wallonen und Brüssels Rechnung trage, erklärte Ministerpräsident Charles Michel. Dem Papier müssten nun die anderen EU-Partner zustimmen, dann könne der Vertrag doch noch unterzeichnet werden, sagte Michel wenige Stunden nach der Absage des eigentlich für heute geplanten Gipfeltreffens zwischen der EU und Kanada.

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