BUNDZur aktuellen Debatte über die Corona-Fälle im Schlachtkonzern von Clemens Tönnies erklärt Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Der Fall Tönnies ist nur die Spitze des Eisbergs. Er steht für ein menschenunwürdiges und Tierleid erzeugendes Agrarsystem. Seit Jahrzehnten erleben wir in der Land- und Lebensmittelwirtschaft ungehemmte Konzentrationsprozesse zu immer größeren Ställen, Bauernhöfen oder Schlachtkonzernen. Dabei bleiben gute Arbeitsbedingungen, artgerechte Tierhaltung sowie Umwelt- und Klimaschutz viel zu oft auf der Strecke. Die auf Wachstum und Agrarexport ausgerichtete Politik hat einen erheblichen Anteil an dem Skandal.

Wir brauchen regionale Verarbeitungs- und...

Die Erde muss nicht vom Menschen, sondern vom Kapitalismus befreit werden

Auf einer Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bunds zu den Folgen der Corona-Krise hat Joachim Löw gesagt, dass sich die Erde gegen die Menschen zu wehren scheint. Damit meint er wohl, dass das neuartige Corona-Virus eine Antwort der Umwelt auf die menschengemachte Umweltzerstörung sei. Wenn der Mensch die Umwelt...

Jahr für Jahr fallen nach Angaben des Weltverbandes der Kernkraftwerksbetreiber rund 12.000 Tonnen hochradioaktive Abfälle an. Viele Ideen, wie man mit dem Atommüll umgehen sollte, entpuppten sich als Utopie. Denn wollte man ihn z.B. mit Raketen ins Weltall befördern, müßten jedes Jahr 2.000 Raketen starten – etwa sechs pro Tag. Und dann blieben uns immer noch 300.000 Tonnen an strahlenden...

Die Wasserstoff-Strategie der Bundesregierung braucht nach Ansicht der Umweltexpertin Anke Herold dringend eine breitere Basis aus erneuerbaren Energien. "Unser Strom ist wahrscheinlich erst um das Jahr 2040 herum ausreichend grün, damit der Wasserstoffeinsatz einen Klimavorteil bringt", schreibt die Geschäftsführerin des Öko-Instituts Freiburg in einem Beitrag für die Tageszeitung "neues...

Fridays for FutureAnlässlich der Sitzung des Koalitionsausschusses zur Beratung über staatliche Konjunkturmaßnahmen am heutigen Dienstag, den 2. Juni 2020, stellt Fridays For Future gemeinsam mit Vertreter*innen von ver.di und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband seine Bedingungen für gerechte und nachhaltige Konjunkturmaßnahmen vor. Mit Protestaktionen unter dem Motto #KlimazielStattLobbydeal in über 60 Städten in...

Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Verbänden, Genossenschaften und Klimaschutzorganisationen wirbt für mehr grüne Wärme in der Nah- und Fernwärmeversorgung. Das Bündnis schlägt ein konjunkturstimulierendes Förderprogramm für grüne Wärmenetze vor. Es soll die Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare oder klimaneutrale Quellen* erleichtern.

Eine erfolgreiche Wärmewende brauche dringend mehr...

Fridays for FutureAm heutigen Freitag, den 24. April, hat die Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays for Future ihren fünften globalen Klimastreik veranstaltet. Die Proteste fanden zum ersten Mal wegen der Corona-Pandemie nicht auf der Straße, sondern weitestgehend im Internet unter dem Motto #NetzstreikFürsKlima statt. Zudem gab es in dutzenden Städten kreative Aktionen, die unter Sicherheitsvorkehrungen mit wenigen...

„Deutsche Pestizidhersteller wie Bayer und BASF nutzen die schwächeren Schutzstandards in Ländern wie Südafrika und Brasilien aus, um in Europa verbotene oder nicht mehr zugelassene Pestizide zu verkaufen. Sie machen millionenschwere Profite mit Ackergiften, die Missbildungen an Embryonen hervorrufen oder krebserregend sein können. Damit verletzen sie massiv ihre menschenrechtlichen...

Es ist wohl keine Einbildung: Die Luft schien in den letzten Wochen frischer. Selbst mitten in der Großstadt war es auch wochentags viel stiller als sonst, waren die Straßen leerer. Am Himmel über Berlin sah man, so wie im ganzen Land, immer weniger Flugzeuge. Die wenigen Wochen, in denen auch viele Betriebe stillstanden, werden für die Jahresklimabilanz weltweit, in Europa und in Deutschland...

Fridays for FutureAm Freitag, den 24. April 2020, findet der fünfte globale Klimastreik von Fridays For Future statt. Anders als bei den vergangenen Aktionstagen werden diesmal allerdings keine Menschenmassen auf den Straßen für Klimagerechtigkeit protestieren: Aufgrund der Coronapandemie ruft Fridays For Future zu alternativen, gesundheitlich am Freitag unbedenklich Protestformen auf. Anstelle des normalen...

„Mit ihrer Rohstoffstrategie folgt die Bundesregierung einseitig den Interessen der Industrie: Der ungehinderte Zugang zu Kobalt, Lithium und Co. soll ohne Rücksicht auf Menschenrechte, faire Löhne und Umweltstandards vorangetrieben werden – unter dem Vorwand der Verkehrs- und Energiewende. Statt ausbeuterischer Handelspolitik, Kinderarbeit und Wegwerfproduktion brauchen wir endlich gerechten...