Tarifflucht beenden, Dumpinglöhne bekämpfen, Gesundheit schützen!

Pünktlich zum Auftakt der Tarifverhandlungen für den Einzel- und Versandhandel hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten in sieben Versandzentren des Handelsunternehmens Amazon zum Streik aufgerufen. Unter dem Motto „Tarifflucht beenden, Dumpinglöhne bekämpfen, Gesundheit schützen!“ soll die Arbeit in der Nacht von Sonntag auf Montag (3. Mai 2021) in Werne, Leipzig, Rheinberg, Bad Hersfeld (zwei Standorte), Koblenz und Graben niedergelegt werden. Die Gewerkschaft fordert vom Konzern die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines Tarifvertrags ‚Gute und gesunde Arbeit‘.

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Amazon verhöhnt eigene Beschäftigte – Heil schaut dem ungeheuerlichen Treiben zu

Anlässlich des Worker Memorial Days fordert Susanne Hennig-Wellsow, Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Corona auch in Handel, Nahverkehr, Logistik, Leiharbeit, Kitas, Horten und Schulen als Berufskrankheit anzuerkennen: Arbeitsminister Hubertus Heil hat anlässlich des Worker Memorial Days für konsequenteren Arbeitsschutz geworben. Es ist Zeit zu Handeln.

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Amazon verbietet das Tragen von FFP2-Masken

Amazon macht mal wieder Schlagzeilen mit Geschäftspraktiken auf Kosten der Belegschaft. Diesmal geht es um den Gesundheitsschutz: In einem Amazon-Lager in Norddeutschland wurde bereits im Februar ein Aushang getätigt, der ein Verbot von FFP2-Masken suggeriert und stattdessen das Tragen von sogenannte OP-Masken mit einem grünen Haken goutiert. Bei tagesschau.de heißt es: „Im Februar teilte Amazon den Beschäftigten mit diesem Aushang mit, dass ausschließlich medizinische Einwegmasken, auch ‚OP-Masken‘ genannt, getragen werden dürften.“ Den Ausgang gibt es Berichten zufolge auch noch im April.

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40.000 Amazon-Beschäftigte im Streik

Ende März kam es zu einem bedeutsamen Streik der Arbeiterinnen und Arbeiter von Amazon: Rund 40.000 Beschäftigte legten ihre Arbeit nieder, um gegen die eklatanten Ausbeutungsverhältnisse des Monopolkonzerns anzukämpfen. Neben zermürbenden Arbeitszeiten und niedrigen Löhnen sind die Arbeiterinnen und Arbeiter von Amazon auch noch mit großen Mängeln bei den Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 konfrontiert. Während es dem Management darum geht, Profite zu sichern und massiv zu steigern, sind Amazon-Beschäftigte (nicht nur in Italien) einem sehr hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt.

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Pausenlos Profit

2000 Beschäftigte der Amazon-Verteilzentren folgten dem ver.di-Aufruf zu einem viertägigen Streik über Ostern. In Rheinberg, Werne, Koblenz, Leipzig und an den zwei Standorten in Bad Hersfeld wurde die Arbeit niedergelegt. Die Kolleginnen und Kollegen guckten dabei mit einem Auge nach Italien, wo Amazon bereits vor zweieinhalb Wochen landesweit bestreikt wurde, und mit dem anderen nach Alabama. Dort fand eine Abstimmung über die gewerkschaftliche Organisierung am Standort Bessemer statt.

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Amazon: Entscheidungstage für die Gewerkschaftsbewegung

Im Demokratie-Entwicklungsland USA kann es erfahrungsgemäß schon mal länger dauern, bis Wahlergebnisse feststehen. So auch beim bereits bis Montag abgehaltenen Entscheid über die Gewerkschaftsgründung in einem Logistiklager in Bessemer, Alabama. Es wäre die erste Gewerkschaft bei Amazon auf US-Boden. Bis zum Vorliegen eines endgültigen Resultats der Briefwahl kann es trotz eher überschaubaren 6.000 Beschäftigten noch Tage oder gar Wochen dauern. Gerade im Fall eines – von vielen Seiten erwarteten – Sieges der Gewerkschaftsbewegung sind endlose Anfechtungen und Gerichtsprozesse zu erwarten. Bereits jetzt eine Niederlage für die Konzernspitze Dass das Votum…

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Keine Zeit, um Pinkeln zu gehen

Berichte über Amazon-Beschäftigte, die während ihrer Arbeit in Flaschen pinkeln, weil keine Zeit für eine Toilettenpause ist, schlugen in den USA „hohe Wellen“, wie das Magazin „t3n“ berichtet: „Amazon dementierte das auf Twitter – und kassierte prompt die Rechnung.“ Auf Twitter kommentierte der Onlinehändler den Vorwurf, Arbeiter sähen sich aus Zeitmangel genötigt, in Flaschen zu pinkeln, mit den Worten: „Ihr glaubt diese Geschichten mit dem In-Flaschen-Pinkeln nicht wirklich, oder? Niemand würde für uns arbeiten, wenn das wahr wäre.“

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