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Estland macht Grenzen für Antifaschisten dicht
Estland
Dienstag, den 28. April 2009 um 00:34 Uhr
Medienberichten zufolge ist gestern im Hafen von Tallinn, der Hauptstadt Estlands, der Historiker und Rechtssoziologe Johan Bäckman, der auch Vorsitzender des Antifaschistischen Komitees Finnlands ist, vom Grenzschutz an der Einreise gehindert und festgehalten worden, als er an einer Konferenz in der baltischen Republik teilnehmen wollte. Wie die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf das Antifaschistische Komitee Estlands (AKE) berichtet, wurde Bäckman in einem Polizeirevier festgehalten. »Man hat ihm nicht einmal erlaubt, bei der finnischen Botschaft anzurufen«, sagte AKE-Sprecher Andrej Sarenkow.

Der Grenzschutz bestätigte das Einreiseverbot: »Bäckman steht auf der Liste von Personen, denen die Einreise nach Estland verboten ist«. Bäckman wollte in Tallinn an einer Konferenz zum Jahrestag der Unruhen von 2007 teilnehmen. Damals hatte der Abriss eines Denkmals für die Befreiung Estlands durch die Sowjetarmee zu tagelangen Unruhen geführt.

Wie RIA Novosti weiter berichtet, verhaftete die estnische Polizei am Wochenende auch Vertreter des Antifaschistischen Komitees aus dem benachbarten Lettland, die gemeinsam mit der Europa-Abgeordneten Tatjana Schdanjuk zu der Konferenz angereist waren.
 

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