Kundgebung in Lima. Foto: Job Francisco Rosales PachecoMit einer Kundgebung vor der Einwanderungsbehörde in Lima haben zahlreiche peruanische Einzelgewerkschaften und der Gewerkschaftsbund CGTP am Freitag gegen die Ende März erfolgte Ausweisung des deutschen Gewerkschafters Orhan Akman protestiert. Der frühere Münchner ver.di-Sekretär hatte die Tarifverhandlungen beim Einzelhandelsmulti Cencosud unterstützt. Das reichte der peruanischen Regierung offenkundig, gegen ihn wegen »Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung und des sozialen Friedens« vorzugehen.

Bei der Kundgebung wurden dem Chef der peruanischen Migrationsbehörde, Boris Potozen Braco, die Protestschreiben zahlreicher peruanischer und ausländischer Gewerkschaften übergeben. Verlangt wird in den Briefen eine Erklärung für das Verhalten der peruanischen Regierung verlangt. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass Akman nie die Möglichkeit eingeräumt wurde, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen.

Auch mehr als drei Wochen nach der Ausweisung Akmans hat sich die peruanische Regierung noch immer nicht zu den Hintergründen dieser Verletzung der Gewerkschaftsfreiheit geäußert.

Quelle: UNI Américas / RedGlobe