Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen.

Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez beendete seinen ersten offiziellen Besuch in Panama, bei dem er offizielle Gespräche und Treffen mit Parlamentariern, Parteiführern und der Zivilgesellschaft führte.

Der Minister schloss sein Programm, das am vergangenen Mittwoch begonnen hatte, mit einem ausführlichen Treffen ab, bei dem mit der kubanischen Revolution solidarische panamaische Freunde dem kubanischen Volk und kubanischen Führungspersönlichkeiten ihren Dank aussprachen, wobei dem Comandante en Jefe Fidel Castro besonderes Gewicht beigemessen wurde.

„Kuba repräsentiert heute die Würde und Hoffnung unserer Völker und sein Widerstand ist ein Beispiel“, sagte der junge Anwalt Gilberto Solís bei dem Treffen, während ein selbsternannter „junger Mann des Geistes“, der Dekan der Fakultät für Rechts- und Politikwissenschaften der Universität von Panama Hernando Franco sich erinnerte, dass er „von Kindesbeinen an Fidels Reden gehört“ habe.

Zu den Worten des Dekans gesellte sich die Botschaft der Studentenführerin Ileana Korea: „Hier ist unsere Stimme, hier sind unsere Arme und Beine, um weiterhin solidarisch mit der Sache des kubanischen Volkes zu sein, die auch die unsrige ist.“

Angesichts solcher Äußerungen versicherte Rodríguez, dass Panama und Kuba immer zusammen sein würden, weil sie ein Vermächtnis zu verteidigen hätten. Gleichzeitig übermittelte er die Dankbarkeit des Volkes und der Regierung der karibischen Nation für die aktive, unveränderliche und brüderliche Solidarität der Panamaer zu allen Zeiten und Epochen.

Auch die offiziellen Gespräche gestalteten sich für die Besucherdelegation erfreulich. Gastgeber Alejandro Ferrer, Rodríguez‘ panamaischer Amtskollege, hieß die Kubaner im Simón Bolívar-Palast, dem Hauptsitz des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten, willkommen, wo sie neben dem Austausch des Protokollarischen die historische Stätte besichtigten.

Rodríguez wurde von Lydia Margarita González, Kubas Botschafterin in Panama, von Gustavo Véliz, dem Direktor für Mittelamerika, Mexiko und die Karibik im kubanischen Außenministerium, sowie Roberto Victorio vom Sekretariat des kubanischen Außenministeriums begleitet.

Obwohl der Inhalt der Gespräche nicht an die Presse weitergegeben wurde, so sind doch die historischen Beziehungen beider Nationen öffentlich, was von General Omar Torrijos, als dieser Regierungschef war, stark gefördert wurde. Hervorgehoben wurde Kubas Unterstützung für Panama, als es darum ging, Souveränität über die Kanalzone zu erlangen.

In gleicher Weise wurde von Panama aus in der Generalversammlung der Vereinten Nationen stets Unterstützung geleistet in Form von Stimmen für die Beseitigung der wirtschaftlichen, finanziellen und kommerziellen Blockade der Größten der Antillen durch die Vereinigten Staaten und die solidarische Unterstützung bei Naturkatastrophen auf der Insel.

Ein weiterer Höhepunkt des Besuchs war das Treffen mit Mitgliedern der Vereinigung der Martí-Anhänger unter den kubanischen Bewohnern dieses Landes, bei dem der kubanische Außenminister sagte, Migration sei heute die Unterstützung und Säule der Nation, wie es im 19. Jahrhundert die Tabakarbeiter waren, die sich in Tampa und Key West niederließen.

In einem angenehmen Gesprächsklima zeigten die Wortbeiträge der Anwesenden, dass diese kubanische Gemeinschaft in Panama ihr Heimatland quasi vom Schützengraben aus verteidigt und bereit ist, ihre Bemühungen zur Sensibilisierung der Gesellschaft, in der sie leben, für die Auswirkungen der US-Blockade auf die Bevölkerung Kubas und die Notwendigkeit, sich dagegen zu erheben, zu verstärken.

Die Agenda beinhaltete außerdem einen Austausch mit lokalen Parlamentariern, die ihre Solidarität mit der Insel zum Ausdruck brachten, ein Interview mit dem Generalsekretär der Demokratischen Revolutionspartei Pedro Miguel González und Grüße an Eduardo Flores, den Rektor der Universität von Panama.

(Quelle: Prensa Latina)

Quelle:

Granma Internacional