Die Linke: 8. Mai zum gesetzlichen Feiertag erklären

Mit Blick auf den 75. Jahrestag des Weltkriegsendes am 8. Mai 2020 erklären die Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE, Dietmar Bartsch und Amira Mohamed Ali:

„Am 8. Mai 1945 kapitulierte die Wehrmacht bedingungslos. Der Zweite Weltkrieg war in Europa vorbei, das Ende des nationalsozialistischen Deutschlands besiegelt.

Für die Menschen in den Konzentrationslagern, für die Verfolgten und die Feinde der nationalsozialistischen Herrschaft, für Europa und die Welt bedeutete das militärische Ende des nationalsozialistischen Deutschlands eine Befreiung. Eine Befreiung nach Jahren unendlichen Schreckens und des Krieges.

Vielerorts wird dieser Tag deshalb als Feiertag begangen und gebührend geehrt. Es wäre zum 75. Jahrestag angemessen, den 8. Mai nicht nur in Berlin und Bremen, sondern bundesweit zum gesetzlichen Feiertag zu erklären.

Den Sieg über das nationalsozialistische Deutschland als Befreiung und nicht als Niederlage zu verstehen, war ein politischer Kampf. Ein Kampf, der Aufklärung, Erinnern und Gedenken bedeutet. Ein Kampf, der bis heute andauert.

Frieden und Demokratie sind keine Naturgesetze. Für sie einzustehen und Faschismus, Krieg und Rassenwahn eine klare Absage zu erteilen, ist die historische Aufgabe, die unserer Gesellschaft heute und auch in der Zukunft immer zukommen wird.“

Quelle:

Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag

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