Aufgrund des vom NDR angekündigten Sparprogramms fordert die AfD Hamburg eine Reduzierung der Bezüge des Intendanten und der NDR-Direktorinnen und Direktoren um zehn Prozent. Während viele Menschen in Kurzarbeit arbeiten würden, solle niemand von den „Entbehrungen“ ausgenommen werden, heißt es in einem AfD-Antrag vom 13.05. ver.di im NDR kritisiert die Heuchelei der AfD Hamburg und lehnt ihr Ziel, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzuschaffen, ab.

„Die von der AfD losgetretene Neiddebatte ist kein Beitrag zur Sicherung des Senders, sondern eine Bedrohung für die NDR-Beschäftigten und ihre Tarife. Es ist Aufgabe des NDR-Verwaltungsrats, die Höhe der Bezüge der Intendant*innen und Direktor*innen zu bestimmen. Die Forderung der AfD zeigt, dass die politische Unabhängigkeit des Gremiums für den Sender un-erlässlich ist“, sagt Björn Siebke, Gewerkschaftssekretär bei connexx.av.

„Die AfD Hamburg heuchelt Verantwortung, wenn sie die NDR-Hierarchen „zur Kasse bittet“. In Wahrheit will sie den ‚öffentlich-rechtlichen Zwangsrundfunk‘ abschaffen. Teile der demokratischen Parteien lassen sich davon beeindrucken und blockieren deswegen weiterhin die aktuell erforderliche Anhebung des Rundfunkbeitrags. Dies lehnt ver.di klar ab. Meinung kostet, denn Informationen müssen beschafft, aufbereitet und verbreitet werden. Wenn Meinung und Informationen nur noch staatlich oder privat finanziert wären, droht die Demokratie auszuhöhlen“, kritisiert Lars Stubbe, Gewerkschaftssekretär bei ver.di Hamburg.

Quelle:

ver.di Hamburg