Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen.

Kuba hat am Dienstag nur fünf neue positive Fälle von Covid-19 aufgewiesen. Das ist die niedrigste Zahl für einen Tag in den letzten Wochen. Auch, dass an zehn aufeinander folgenden Tagen keine Todesfälle an dieser Krankheit zu beklagen waren, sind zweifellos ermutigende Daten, die jedoch in keiner Weise dazu führen dürfen, dass die bisher umgesetzten Maßnahmen vernachlässigt werden.

Fast drei Monate, nachdem die ersten Covid-19-Patienten im Land entdeckt wurden, setzt die kubanische Regierung unter der Leitung des Präsidenten der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, und des Premierministers, Manuel Marrero Cruz, die detaillierte Untersuchung des aktuellen Szenarios zusammen mit der temporären Arbeitsgruppe zur Prävention und Kontrolle des neuen Coronavirus fort.

In diesem Zusammenhang bekräftigte Gesundheitsminister José Angel Portal Miranda, dass in Kuba mit 2.205 bestätigten Fällen und 83 verstorbenen Patienten die Sterblichkeitsrate weiter auf 3,76 % gesenkt werden konnte, womit das Land an 18. Stelle unter den 35 Ländern Amerikas steht, die positive Fälle melden.

Derzeit werden 240 aktive Fälle gemeldet, davon 203 in Havanna und 35 in Matanzas. Damit sind diese beiden Provinzen weiterhin diejenigen, die die meisten bestätigten Patienten melden. Das gleiche trifft für die Verdachtsfälle der Krankheit zu, die sich zu Studien- und Überwachungszwecken in Einrichtungen des Gesundheitswesens befinden. Hier betragen die Zahlen für Havanna und Matanzas 193 bzw. 40.

Er erklärte auch, dass von der Gesamtzahl der diagnostizierten Personen bis Montagabend 239 eine stabile klinische Entwicklung aufwiesen und nur eine Person als schwer erkrankt gemeldet wurde. Mit den gestrigen 12 Entlassungen erhöht sich die Zahl der genesenen Patienten auf 1.880.

Er führte aus, dass es in den letzten Stunden keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der beiden offenen lokalen Übertragungsereignisse – eines in Havanna und das andere in der Provinz Ciego de Ávila – gegeben habe. Einer der fünf Fälle des gestrigen Tages stehe jedoch im Zusammenhang mit dem Übertragungsereignis im Stadtbezirk Centro Habana der Hauptstadt.

Speziell über die epidemiologische Situation, die durch das Ereignis von Turiguanó in der Gemeinde Morón der Provinz Ciego de Ávila ausgelöst wurde, informierte der Gouverneur dieser Provinz, Tomás Alexis Martín Venegas. Am 26. Mai, kommentierte er, sei dort der letzte positive Patient gemeldet worden. Bei allen Verdachtsfällen, die seitdem entdeckt und isoliert wurden, sei der PCR-Test negativ ausgefallen.

In der Provinz seien in den letzten 15 Tagen außerdem keine positiven Fälle an Covid-19 gemeldet worden, was die Tendenz zur Verringerung der Inzidenz bestätigt.

Derzeit seien 44 Menschen isoliert, 23 davon Kontakte von bestätigten Fällen und 21 aus dem Ausland eingereiste Personen, sagte er.

Über Matanzas, die Provinz, die derzeit die zweitmeisten aktiven Fälle meldet, berichtete ihr Gouverneur Mario Sabines Lorenzo, dass am Mittwoch die Zertifizierungsmaßnahmen des Schiffes, das in den letzten Tagen aus Mexiko eingetroffen war, abgeschlossen sein werden. Sobald die Hygienespezialisten dies bestätigen, könne das Schiff wieder seinen Betrieb aufnehmen, sagte er. Er erklärte auch, dass die 22 Covid-19-positiven Fälle, die unter der Besatzung festgestellt wurden, eine stabile klinische Entwicklung aufweisen.

Speziell auf Havanna eingehend, wo in diesen fast drei Monaten der Bekämpfung der Epidemie die Krankheit bei 1.157 Menschen diagnostiziert wurde, bestätigte Gouverneur Reinaldo García Zapata, dass eine zunehmende Anzahl von PCR-Test durchgeführt werde. Am Montag waren es erstmals mehr als 1.500 Tests. Dies ermögliche es, eine größere Anzahl von Verdächtigen, Kontakten und Kontakten von Kontakten von positiv getesteten Patienten zu untersuchen.

Derzeit befänden sich 328 Patienten in Krankenhäusern, von denen 108 Verdachtsfälle seien. Diese Zahlen sind in den letzten Tagen aufgrund einer praktischeren Bewertung dieser Fälle zurückgegangen. Es wurde beschlossen, dass bei Verdachtsfällen nach Aufnahme in medizinische Einrichtungen ein PCR-Test durchgeführt wird, dessen Ergebnis normalerweise nach einem Tag vorliegt. Wenn der Test negativ ausfällt, wird die Person entlassen.

In Bezug auf das lokale Übertragungsereignis im Stadtbezirk Centro Habana versicherte er, dass es in den verschiedenen Stadtteilen eine aktive Untersuchung gibt, die es ermöglicht, die Ansteckungsquellen mit Agilität zu verringern.

Auf diese Weise verdoppelt Havanna seine Anstrengungen in einem Kampf, der im Land noch nicht abgeschlossen ist und der das Bemühen und die Disziplin jedes einzelnen Kubaners voraussetzt.

Quelle:

Granma Internacional