Der für exorbitante Mieten berüchtigte Immobilienkonzern Akelius steigt in Berlin in den Verkauf von Eigentumswohnungen ein. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung „nd.DerTag“ (Montagausgabe). „Das machen wir schon seit geraumer Zeit in Hamburg, in Berlin werden wir das in kleinem Umfang testen“, sagte der für das Berliner Zentrum zuständige Konzernmanager Max Heldt im Gespräch mit „nd.DerTag“. Bei dem „Test“ gehe es zunächst um zwei Objekte, eines in Mitte und eines in Wilmersdorf. „Wir halten weiter an unserem Berliner Standort fest. Wir wollen weder einzelne Wohnungen noch ganze Häuser im größeren Stil verkaufen“, erklärte Heldt gegenüber der Zeitung.

Die Berliner Vernetzung der Akelius-Mieter*innen glaubt diesen Erklärungen nicht. Erst im Mai habe der damalige Konzernchef Pål Ahlsén bei der Vorstellung der Quartalszahlen von einem Privatisierungsplan für Berliner Bestände gesprochen, berichten sie. Der Mietendeckel bedroht das Geschäftsmodell von Akelius, das auf der Modernisierung und teuren Neuvermietung aufbaut. Der Konzern hat etwa ein Drittel seiner Berliner Wohnungen bereits aufgeteilt.

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nd via ots