Unter dem Titel #fürgerechteBildung ruft ein Zusammenschluss von Schüler:innen-, Eltern-, und Lehrer:innen-Initiativen sowie politischen Jugendgruppen aus zahlreichen Städten zu einem Streik- und Aktionstag am 26.2. auf. Durch Schulstreiks, Proteste und kreativen Aktionen im ganzen deutschsprachigen Raum wollen sie ihre Kritik an der derzeitigen Corona-Politik an Schulen äußern.
Sie kritisieren, dass statt der Gesundheit und Bildung der Schüler:innen vor allem der reibungslose Ablauf von Prüfungen im Vordergrund stände. Die Politik stelle damit die Interessen künftiger Arbeitgeber:innen über die Bedürfnisse der Schüler:innen.

Stattdessen fordert das Bündnis, dass durch Investitionen in das Bildungssystem bessere Bedingungen im Präsenz- sowie aber auch im Onlineunterricht geschaffen werden.
Dafür bräuchte es endlich angemessene Infektionsschutzvorkehrungen in Schulen,
wie etwa kleinere Klassen, kostenlose Bereitstellung von Masken und Schnelltests und Luftfilteranlagen in allen Klassenräumen.
Im Onlineunterricht fordern sie soziale, psychische und finanzielle Unterstützung für Schüler:innen, etwa durch Nachhilfeangebote, sowie digitalen Endgeräte und sichere Lernräume, die Schüler*innen bei Bedarf kostenlos zur Verfügung stehen müssten.
Aber auch der Stressfaktor durch Prüfung spiele eine enorm große Rolle, weshalb flächendeckende Durchschnittsabschlüsse und eine Rückkehr zu G9 gefordert wird.
Das Bündnis betont auch, dass die Lage nicht nur für Schüler:innen, sondern auch für Lehrkräfte und Eltern besonders belasten sei. Diese müssten das Home-Schooling organisieren, während sie gleichzeitig weiterarbeiten müssten.

Um auf die genannten Missstände und Forderungen aufmerksam zu machen, werden alle Schüler:innen, Lehrer:innen, Eltern und Gewerkschaften dazu aufgerufen aktiv zu werden. Durch Aktionen von kreativen Online-Veranstaltungen oder Plakaten über Kundgebungen bis hin zu Schulstreiks soll der Protest sichtbar gemacht werden.
Es seien schon in zahlreichen Städten im deutschsprachigen Raum, darunter Freiburg, Köln und der Rhein-Sieg-Kreis, Dresden, Fulda, Berlin, Frankfurt, Bremen, Trier, Linz, Kassel und Marburg Aktionen geplant.

Jens Seyfarth, ein Schüler aus Freiburg und Vertreter des Bündnisses äußert sich wie folgt: „So kann es nicht weitergehen! Es braucht endlich sichere und gerechte Bildung auch während der Pandemie. Es kann nicht sein, dass die Belastungen der Pandemie auf den Rücken der Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte abgewälzt werden. Als direkt Betroffene müssen wir bei diesem Thema mitreden können und unsere Stimme auch gehört werden.

Deshalb der Aufruf: Beteiligt euch am 26.02., es geht um eure Zukunft!“

Quelle: www.gerechtebildung.org