Von seinem Twitter Account aus legte der für Lateinamerika und die Karibik im kubanischen Außenministerium zuständige Direktor Eugenio Martínez Enríquez die Entscheidung des Außenminsiteriums dar, den Botschafter Kolumbiens in Havanna einzubestellen.

„Wir haben heute den Botschafter Kolumbiens einbestellt, um ihn mit einer verbalen Note den energischen Protest wegen der Entscheidung seines Außenministeriums mitzuteilen, das gestern den ersten Sekretär unserer Botschaft in Bogotá Omar Rafael García Lazo zur Persona non Grata erklärt hat.“

Die Entscheidung Bogotás bezeichnete der kubanische Beamte als einen „unbegründeten“ und „unfreundlichen Akt“.

„Wir bekräftigen, dass die kubanischen Diplomaten ernsthaft und rigide ihren Verpflichtungen nachkommen, die sich aus der Wiener Konvention über Diplomatische Beziehungen ergeben. Wir verlangen, dass die angeblichen Motive für diese ungewöhnliche Entscheidung offen gelegt werden“, sagte Martínez Enríquez.

„Mit der ungerechtfertigten Aktion soll die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft und der kolumbianischen Gesellschaft von der gewaltsamen Repression der militärischen und polizeilichen Kräfte gegen die Demonstranten abgelenkt werden, die bereits Dutzende von Toten und Hunderte von Verletzten gefordert hat“, heißt es im Tweet des kubanischen Außenminmisteriums.

Das südamerikanische Land befindet sich seit zehn Tagen inmitten einer Welle des Protests, in dem das Volk seine Unzufriedenheit mit den von der Regierung von Iván Duque ergriffenen neoliberalen Maßnahmen zum Ausdruck bringt.

Quelle: Granma – Kubanisches Außenministerium weist Entscheidung Kolumbiens zurück, einen seiner Diplomaten zur Persona non grata zu erklären